Am späten Donnerstagnachmittag kam es im Rätikon, dem Grenzgebirge zwischen der Schweiz und Vorarlberg, zu einer spektakulären Hubschrauberbergung. Ein Kletterer war an der Drusenfluh rund 25 Meter ins Seil gestürzt und kam nicht mehr weiter. Die alarmierte Schweizer Flugwacht „Rega“ musste deshalb zu besonderen Mitteln greifen.
Zwei Sportkletterer waren in der teilweise überhängenden „Intifada-Route“ (Schwierigkeitsgrad 8/8+) am Schweizereck, einem Ausläufer der 2827 Meter hohen Drusenfluh, unterwegs, als einer der beiden gegen 17.30 Uhr rund 25 Meter tief ins Seil stürzte.
Dabei verletzte er sich der Mann unter anderem am Sprunggelenk und war nicht mehr in der Lage, weiterzuklettern. Das Duo alarmierten die Einsatzzentrale der Schweizer Flugwacht „Rega“, die zur Unterstützung der Helikopter-Crew aus Untervaz zusätzlich einen Bergretter des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) aufbot.
Am Einsatzort angekommen, entschied die Rega-Crew nach einem ersten Aufklärungsflug, das 90-Meter-Seil der Rettungswinde mithilfe von zwei Verlängerungen auf insgesamt 135 Meter zu verlängern. Diese Methode wird dann angewendet, wenn die Länge des Seils der Rettungswinde nicht ausreicht, um bis zum Patienten zu gelangen.
Am verlängerten Windenseil konnte der SAC-Bergretter schließlich direkt zum Patienten in die Wand gebracht werden. Anschließend flog die „Rega“-Crew beide Kletterer nacheinander an der Rettungswinde zum Zwischenlandeplatz am Schweizertor, der Grenze zwischen Graubünden und Vorarlberg.
Nach der medizinischen Erstversorgung wurde der Patient zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert.
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