Schützen haben in Tirol ja einen besonderen Stellenwert – und ist der Olympiastart von Nadine Ungerank und Andreas Thum irgendwie logisch. Das Duo aus dem Zillertal nimmt in Paris eine Medaille ins Visier. Die Ruhe der heimischen Berge soll ihnen in der Stadt an der Seine die nötige Kraft geben.
Das Zillertal schießt bei Olympia scharf! Nadine Ungerank aus Zellberg und der Fügenberger Andreas Thum sind im Sportschießen dabei. „Echt gewaltig. Aber ich habe auf die Bestätigung soooo lange warten müssen, dass die Freude nicht ganz so groß war, wie ich es mir vorgestellt hatte“, sagte Andreas, der sich über die Qualifikationsrangliste im KK-Dreistellungsbewerb das Ticket geholt hatte. Nadine war gar die letzte der fünf Schützen, die einen Quotenplatz über die KK-Dreistellungs-Rangliste bekam. Die 28-Jährige wird zudem im Luftgewehr-Bewerb der Frauen sowie im Luftgewehr-Mixed-Team starten. „Es hat sich gezogen, ist jetzt aber volle cool“, sagt auch sie.
Begonnen hat Nadine ihren Sport mit neun Jahren, als sie ihr Papa gemeinsam mit ihrer Schwester Lisa zum Schießen mitnahm. Volleyball war eine Alternative, „aber ich bin beim Schießen geblieben.“ Bei Andreas sorgte der Opa für die Initialzündung: „Er war Mitbegründer der Schützengilde Fügenberg.“ Logisch, dass das den Jugendsport Ski ausstach.
Die große Kunst im Schießsport – die nur 10,4 mm große Zehn aus 50 Meter Entfernung (Kleinkaliber) zu treffen – zieht die beiden magisch an. „Ein guter Rhythmus und simple Abläufe sind wichtig“, erklärte die angehende Ärztin Nadine. „Ich schaue auf die Technik“, meinte Andi. Nadine werden vor Ort die Daumen von ihrem Papa gedrückt, Andreas will das gar nicht.
Das große Ziel des Tiroler Duos: Ins Finale einziehen. Da ist dann alles möglich. Und dafür haben die beiden auch oft gemeinsam trainiert. So wie vergangene Woche in Aschau. Sie absolvierten einen Wettkampf-Durchgang. In Ruhe und mit viel Konzentration – das „Rezept“ für ein erfolgreiches Olympia-Menü.
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