Das Wechselspiel des Wetters kennzeichnet unsere Breiten. Die hohe Luftfeuchtigkeit macht Menschen heuer aber zu schaffen.
Heiß-Kalt – Das ist diesen Sommer angesagt. Auf einen milden Start folgten wiederholt heiße und dann wieder kühle Tage. Und stets Niederschlag als Begleiter. Schon Temperaturen knapp unter 30 Grad fühlen sich deshalb aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit für viele Menschen extremer als gewöhnlich an.
„Wir haben heuer einen typischen, mitteleuropäischen Sommer“, stellt Meteorologe Alexander Ohms klar. „Alles ist, wie in unseren Breiten üblich. Wir sind noch weit entfernt von wochenlangen Trocken- und Hitzeperioden.“ Ein Wetterwechsel alle drei Tage sei hier völlig normal.
Einen Sommer wie diesen werden wir noch öfter haben. Die Temperaturen werden aber steigen und die Gewitter stärker werden.
Alexander Ohms, Meteorologe der Geosphere Austria
Gerade der Juni war aber auch laut den Meteorologen eher verregnet. Was einen Teil der Landwirtschaft freut, die Gemüsebauern, ist für den anderen zum Problem geworden. Viele Bauern kamen heuer um Wochen verspätet zur ersten Mahd. Der Grund: Das schnelle Wechselspiel zwischen Sonne und Regen. Den starken Niederschlag spüren aber nicht nur die Landwirte. Die ersten Muren und Überschwemmungen suchten vor allem im Pongau und in Teilen des Pinzgaus schon mehrere Gemeinden heim.
Wetter hat Auswirkung auf Gesundheit und Psyche
„Einen Sommer wie derzeit werden wir in den kommenden Jahren noch öfter haben“, sagt Ohms. „Nur die Temperaturen werden weiter steigen und die Gewitter stärker werden“. Das seien klare Anzeichen und Folgen des Klimawandels.
Wetterwechsel und Hitze gepaart mit hoher Luftfeuchtigkeit ist vor allem für ältere Menschen eine Qual. Ja sogar gesundheitsgefährdend. „Die Belastungen für Körper und Psyche steigen bei Wetterumschwüngen oft massiv an“, sagt Mediziner Hans-Peter Hutter. Der Klimatrend verspreche keine Besserung. Das Alter spiele eine Rolle, und ob man bei Hitze im Freien arbeite. Hutter rate in beiden Fällen zu ausreichend Trinken, Kreislauf stärken und Pause machen. Notfalls helfe nur der Rückzug ins Kühle.
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