Laut einer neuen Online-Umfrage befragen viele Haustierbesitzer in Österreich, Dänemark und in Großbritannien zur Erstdiagnose ihrer kranken Katzen oder Hunde das Internet, bevor sie einen Tierarzt aufsuchen – mit hohem Risiko einer Fehleinschätzung.
Veterinärmedizinischen Rat für ihre vierbeinigen Lieblinge holen Haustierbesitzer vermehrt bei „Dr. Google“.
In einer neuen Studie kommen Forscher zu dem Ergebnis, dass die von Hunde- und Katzenbesitzern am häufigsten verwendeten Internetquellen die Websites von Tierärzten, von veterinärmedizinischen Vereinigungen und andere Websites mit veterinärmedizinischen Informationen sind.
Falschinterpretationen der „Diagnosen“ möglich
„Während der Zugang zu den Online-Informationen das Wissen der Tierbesitzer über die veterinärmedizinische Versorgung verbessern und zu einem informierten Gespräch mit ihrem Tierarzt führen kann, gibt es auch das Risiko, dass sie diese Online-Informationen falsch interpretieren und eine falsche Einschätzung von den aktuellen Standards der Veterinärmedizin bekommen“, schrieben die Wissenschaftler vom Messerli Forschungsinstitut der Universität für Veterinärmedizin in Wien in der Zeitschrift „Frontiers in Veterinary Science“.
Rund 30 Prozent befragen „Dr. Google“
Die Mehrheit der Tierliebhaber benutzt das Internet für eine Erstdiagnose vor der Konsultation eines Tierarztes. Mit dem Rat ihres Veterinärs sind die meisten zufrieden und befragen danach nicht mehr „Dr. Google“.
„Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Veterinärmediziner die Tierbesitzer aktiv nach dem Benutzen von Internet-Ressourcen fragen sollten, um eine offene Diskussion über die von dort bezogenen Informationen zu ermöglichen“, betonen die Experten.
Wenn rund ein Drittel der Haustierfreunde die Websites von Tierärzten besuchen, sollten sie besser dieses Service mit fundierten und seriösen Informationen weiter ausbauen.
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