Salzburg Schokolade

Wut und Verzweiflung bei Betriebsversammlung

Salzburg
16.07.2024 13:00

Mit Jahresende soll in Grödig die letzte Mozartkugel vom Band rollen: Die Unternehmensleitung der Salzburg Schokolade hat nun auch Verhandlungen über einen Sozialplan platzen lassen. Viele stehen vor dem Nichts. 

Die Stimmung ist aufgeladen bei der Betriebsversammlung der Salzburg Schokolade in Grödig am Montag. Die Mienen sind düster, die Enttäuschung steht allen ins Gesicht geschrieben „Wut, Verzweiflung, Trauer“, beschreibt es Betriebsratschefin Reka Kiss. Seit die Unternehmensleitung nicht einmal bereit ist, einen Sozialplan abzuschließen, steht die Belegschaft mit 65 Betroffenen vor dem Nichts.

Gewerkschaft fordert soziale Verantwortung ein
„Es gibt auch langjährige Mitarbeiter, Menschen, die 55plus sind, und es jetzt besonders schwer haben“, so Daniel Mühlberger von der Gewerkschaft Pro-GE. Er will jetzt laut bleiben und die soziale Verantwortung einfordern. In einem ersten Schritt werden die Mitarbeiter nur noch Dienst nach Vertrag machen und zu keinen Mehrleistungen mehr bereit sein.

Die letzten Mozartkugeln sollen in Grödig mit Jahresende vom Band gehen. Bis dahin werden die Mitarbeiter noch gebraucht. Die Unternehmensleitung ging bisher überhaupt nicht auf sie zu, will nur die gesetzlich vorgeschriebenen Abfertigungen leisten.

Geschäftsführer: „Wir können nicht anders“
Friedrich Plail, Geschäftsführer am Standort, stand nach der Betriebsversammlung ebenso am Tor. Warum er nicht sozial vertretbare Vertragskündigungen anstrebt? „Wir schauen jeden Tag, dass wir überleben und können nichts dazugeben“, so Plail. Ein Teil des Maschinenparks sei gerade erst verkauft worden, um Urlaubsgeld auszahlen zu können. Er verweist darauf, dass sich das Unternehmen am Standort verkleinern wollte, aber keine Umwidmung möglich war.

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