Nachfolger gesucht

Beliebter Minigolfplatz nur mehr „Schandfleck“

Oberösterreich
11.07.2024 12:00

Verwaist und verwildert ist die früher beliebte Freizeitanlage „Pamuki“ am Westufer des Pleschinger Sees. Auch am Freinberg liegt eine ähnliche Anlage in den letzten Zügen. Was die Zukunft für die beiden Minigolfbahnen bringt, hat die „Krone“ für Sie in Erfahrung gebracht.

Die Natur holt sich bekanntermaßen alles zurück. Rasch überwuchern Wildpflanzen und Unkraut Waschbetonplatten, Sitzbänke – und auch Minigolfbahnen. Genauso ist es beim „Pamuki“ passiert: Viele kennen die Freizeitanlage am Westufer des Pleschinger Sees noch von früher. Bis vor nicht allzu langer Zeit gab es hier Eis, Minigolfbahnen, ein Riesen-Schachbrett und sogar eine große Hüpfburg.

Bald wird aufgeräumt
Von alledem ist aktuell nicht mehr viel zu sehen. „Leider hat sich trotz mehrmonatiger Suche seit dem Ende des vorigen Pachtvertrags kein Nachfolger gefunden“, bedauert Susanne Gillhofer, Sprecherin der Linz AG, zu der der Pleschinger See gehört. „Der nächste Schritt ist aber schon im Gange: Das Gelände wird in naher Zukunft aufgeräumt, die Container stehen schon bereit!“ Danach werde über eine zukunftsfähige Nutzung des Areals nachgedacht – ob die Abrissbagger anrollen, oder die Anlage doch weitergeführt wird, ist also unklar.

Viele kennen das „Pamuki“, den beliebten Minigolfplatz an der Westseite des Pleschinger Sees, noch von früher. Viel ist nicht mehr davon übrig. (Bild: Einöder Horst)
Viele kennen das „Pamuki“, den beliebten Minigolfplatz an der Westseite des Pleschinger Sees, noch von früher. Viel ist nicht mehr davon übrig.

Auch Tradition schützt nicht
Nicht weit entfernt, am Linzer Freinberg, blickt ein anderer Minigolfplatz einer sehr unsicheren Zukunft entgegen. „Seit etwa 60 Jahren gibt es hier den Minigolfplatz, aber wie lange noch, ist schwer zu sagen“, meint Johann Schrattenecker.

Minigolf bald Geschichte?
Der Pensionist betreibt die Anlage nahe des Privatgymnasium Aloisianum, dem der Grund auch gehörte, seit einigen Jahren. „Besucher haben mir schon öfter gesagt, dass es das ,Pamuki‘ nicht mehr gibt. Die Minigolfplätze sterben langsam aus“, befürchtet Schrattenecker. „Eigentlich sollte mehr Interesse bestehen, solche Orte zu erhalten und den Betreibern unter die Arme zu greifen. Das Publikum ist auf jeden Fall vorhanden!“

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Die Minigolfplätze sterben langsam aus. Eigentlich sollten solche Orte erhalten bleiben, das Publikum ist definitiv vorhanden!

(Bild: Einöder Horst)

Johann Schrattenecker, Minigolfplatz Freinberg

Lichtblick am Freinberg
Das Areal am Freinberg wurde kürzlich an eine Baufirma verkauft – nun sollen dort Luxuswohnungen entstehen. Aber: „Wenn die Causa endgültig bei Gericht geklärt ist (die Wohnungsbaupläne wurden von Anrainern angefochten), wird der Minigolfplatz am Sportplatz auf der anderen Straßenseite neu errichtet!“, sagt Alois Froschauer, stv. Obmann des Trägervereins des Aloisianums zu.

Weiterhin geöffnet
Solange die Bagger nicht anrücken, kann auf dem Areal hoch über Linz weiter ungestört dem Minigolf gefrönt werden – und auch danach wird das in dieser prestigeträchtigen Lage wieder möglich sein.

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