Wegen „Brake Checking“, also absichtliches kurzes oder abruptes Bremsen, um den nachkommenden Fahrer zu einem Stopp zu zwingen, stand jetzt ein Mostviertler vor Gericht – Freispruch!
„Hört mir eigentlich wer zu? Warum muss ich mich hier rechtfertigen?“, sieht sich ein 30-Jähriger ganz klar in der Opferrolle. Er musste sich nach einer vermeintlichen „Verfolgungsjagd“, bei der er seinen Kontrahenten ausgebremst hatte, nun wegen Nötigung vor Gericht in St. Pölten verantworten.
Nach einer unliebsamen Begegnung mit jungen Männern (18 und 19 Jahre alt) an einer Tankstelle, soll der Mostviertler von den Burschen auf der Bundesstraße absichtlich mit dem Fahrzeug abgedrängt worden sein. Ein gefährliches Fahrmanöver des 19-Jährigen, das einen Tag vor Weihnachten böse hätte enden können.
Postwendend heftete sich der 30-Jährige an die Fersen des jungen Lenkers, um ihn zur Rede zu stellen. Gleichzeitig meldete er den Vorfall der Polizei. Doch anstatt den Verkehrsrowdy zur Rede zu stellen, geriet er selbst ins Visier der Justiz.
Wegen „Brake Checking“ vor Gericht
Der Vorwurf: „Brake Checking“ – was absichtliches kurzes oder abruptes Bremsen, um den nachkommenden Fahrer zu einem Stopp zu zwingen, bedeutet. Er sei auf gleicher Höhe neben dem anderen Auto hergefahren und hätte sein Auto quergestellt, um den Weg zu versperren. Der 19-Jährige hätte problemlos ausweichen können. „Alles Blödsinn“, bekannte sich der Angeklagte nicht schuldig.
Diese Annahme zeigt sich auch für Herrn Rat aufgrund von Fotos schlüssig. Nach dem Freispruch kann der 30-Jährige die Tränen der Erleichterung nicht verbergen. Für ihn hat „die Gerechtigkeit gesiegt“.
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