Mo, 24. September 2018

Nach Herzinfarkt

19.12.2012 19:00

D: Ex-Minister Peter Struck 69-jährig gestorben

Der ehemalige deutsche Verteidigungsminister Peter Struck ist tot. Der SPD-Politiker starb nach Angaben eines Sprechers seiner Familie am Mittwoch im Alter von 69 Jahren im Berliner Krankenhaus Charité, wo er tags zuvor mit einem schweren Herzinfarkt eingeliefert worden war. Der langjährige SPD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag hatte schon vor einigen Jahren einen Herzinfarkt sowie einen Schlaganfall erlitten, sich davon aber weitgehend wieder erholt. Die Bestürzung innerhalb der deutschen Politik ist groß.

Die Online-Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Stern" zitierte Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Worten: "Er war ein bedeutender Parlamentarier und großer Sozialdemokrat. Die Nachricht von seinem Tod erfüllt mich mit großer Trauer." Als Verteidigungsminister habe sich Struck hohe fachliche Anerkennung und die Wertschätzung der Soldatinnen und Soldaten erworben. Ihr Mitgefühl gelte seiner Familie, betonte Merkel.

Rösler: "Ein prägender Kopf der Politik unserer Republik"
FDP-Vorsitzender Philipp Rösler bezeichnete Struck als "einen prägenden Kopf der Politik unserer Republik". Auch über Twitter meldeten sich zahlreiche Politiker quer durch alle politischen Lager und brachten ihre Trauer zum Ausdruck.

Struck war erst in der vergangenen Woche als Vorsitzender der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung wiedergewählt worden. Er war ein auch über die Grenzen seiner Partei viel geachteter - weil pragmatischer - Politiker, dessen bevorzugtes Thema die Landesverteidigung war.

"Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt"
In seine Amtszeit als Verteidigungsminister fielen die Bundeswehr-Einsätze im Kosovo und in Afghanistan. Berühmtheit erlangte Struck mit seiner Aussage: "Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt." Damit wollte er den umstrittenen Afghanistan-Einsatz innerhalb der rot-grünen Koalition unter dem damaligen Kanzler Gerhard Schröder rechtfertigen. Auch nach seiner Zeit als Heeresminister blieb er "seiner Truppe" treu und besuchte regelmäßig Soldaten in ihren Einsatzgebieten.

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