Heikles Geheimtreffen?

Nach Kiew-Trip: Orban fährt am Freitag zu Putin

Ausland
04.07.2024 18:26

Nach seiner Reise nach Kiew am Dienstag will Ungarns Regierungschef Viktor Orbán laut Medienberichten am morgigen Freitag nach Moskau aufbrechen, um dort Präsident Wladimir Putin zu treffen, um sich wohl für eine Waffenruhe einzusetzen. Dieser will von einer solchen jedoch nichts wissen.

Von dem möglichen Geheimtreffen in Moskau berichteten der US-Sender Radio Free Europe und der ungarische Investigativjournalist Szabolcs Panyi am Donnerstag mit Berufung auf informierte Quellen. Ungarn hat erst vor wenigen Tagen den rotierenden EU-Ratsvorsitz übernommen, weshalb die mögliche Reise besondere Brisanz mit sich bringen dürfte.

Ungarn will Besuch offiziell nicht bestätigen
Der ungarische Verteidigungsminister Kristóf Szalay-Bobrovniczky wollte den geplanten Besuch am Donnerstag vor europäischen Journalistinnen und Journalisten in Budapest nicht bestätigen. Er habe „keine Informationen über eine Reise des Premierministers“, erklärte er.

Der Minister betonte, Ungarn habe ein „nationales Interesse an einer funktionsfähigen Ukraine“. Er hoffe, dass es „so bald als möglich“ eine Waffenruhe geben werde: „Die beste Lösung für die Beendigung des Krieges wären Gespräche zwischen den Parteien.“

Orban zuvor erstmals in der Ukraine
Nach Informationen von Panyi wird Orbán von Außenminister Péter Szijjártó begleitet. Orbán hatte am Dienstag die ukrainische Hauptstadt Kiew besucht und dort Präsident Wolodymyr Selenskyj getroffen.

Es war seine erste Visite in der Ukraine seit dem Angriff Russlands im Februar 2022. Der ungarische Regierungschef gilt als Russland nahestehend. In Kiew plädierte er für eine rasche Waffenruhe.

Putin will gar keine Feuerpause
Putin selbst machte am Donnerstag allerdings keinen Hehl daraus, dass er eine mögliche Feuerpause ohne Vorbedingungen weiterhin ablehnt. Die Ukraine könne eine Feuerpause nutzen, um sich für neue Angriffe zu rüsten, deshalb müsse erst eine haltbare Lösung des Konflikts ausgehandelt werden, sagte Putin.

Der russische Präsident verwies auf frühere Abmachungen zum Ukraine-Konflikt aus Zeiten vor der russischen Invasion, die schließlich „im Mülleimer“ landeten.

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