Im Rahmen des Gletschertages in Hintertux im Tiroler Zillertal röstete die Firma Dinzler am Dienstag auf 2660 Metern Seehöhe Kaffee für eine Sonderedition. Röstmeister Max Bauer weihte die „Krone“ in die Geheimnisse der perfekten Röstung ein.
Der Duft von Kaffee mischt sich mit der eisigen Luft, die vom Gletscher herunter weht. Die Röstanlage knirscht beständig. Wanderer warten in einer Schlange auf einen Becher des Heißgetränks, während im Hintergrund Skifahrer ihre Spuren ziehen.
Von der grünen Bohne zum Heißgetränk
Das hat das Tuxer Fernerhaus noch nie gesehen: Hier, auf 2660 Metern Seehöhe, wird Kaffee geröstet. Dahinter steckt die Kaffeerösterei Dinzler, die schon lange mit dem Hintertuxer Gletscher zusammenarbeitet. Für den Gletschertag am Dienstag hat man sich etwas Besonderes überlegt: Besucher sollen hautnah sehen, riechen und schmecken, wie der Kaffee von der noch grünen Bohne zum Heißgetränk wird.
Bekömmlicherer Kaffee durch schonende Röstung
Zuständig für die richtigen Röstaromen ist Dinzler-Röstmeister Max Bauer. „Mit unserem Trommelröster wird der Kaffee im traditionellen Langzeitverfahren geröstet“, erklärt er. Konkret dauert die Prozedur 15 bis 18 Minuten. Dafür arbeitet Bauer mit relativ niedrigen Temperaturen (200 bis 220 Grad). „So bleibt das Aroma erhalten, und durch die längere Röstdauer gehen Reizstoffe verloren. Der Kaffee wird bekömmlicher“, verrät der Profi.
Wie der Kaffee am Ende schmeckt, bestimmt der Meister mit vielen Parametern: Röstdauer, Temperatur und Drehgeschwindigkeit der Trommel sind nur einige davon. Und wer weiß, was die 2660 Meter „Rösthöhe“ zum Geschmack beitragen.
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