Mo, 24. September 2018

Kernfusion

31.01.2003 14:02

Startschuss für die Lösung "aller" Probleme

Die Energiegewinnung stellt nach wie vor eines der größten Probleme der Welt da. Die Wissenschaft hat schon lange ein Model im Blickfeld, das nun von einem internationalen Konsortium endlich begonnen wird: die Kernfusion, das Prinzip der Sonnenenergie.
Mit 5 Milliarden Euro wirddas Projekt derzeit beziffert, dabei kann aber niemand wirklichsagen, ab wann, und ob überhaupt die Kernfusionin einem kontrollierten Reaktor auf Erden jemals möglichsein wird. Noch schreckt man sich angesichts der Tatsache, dassman theoretisch einen Reaktor bauen lässt, der nichts alsWasser und Unmengen an Energieliefert.
 
Derzeit wird ein großer Teil der Energiegewinnungaus nuklearen Reaktoren gewonnen: Das Prinzipdieser Reaktoren ist, dass Energie bei der Spaltung schwerer Elementegewonnen wird. Dabei fällt aber neben der Gefahr eines Unfalls,bei dem radioaktives, schwer zellschädigendes Material freigesetztwird, negativ ins Gewicht, dass sehr gefährlichesradioaktives Material endgelagert werden muss.
 
Anders das Modell der Kernfusion,wie es die Sonne vorzeigt: Vor etwa fünfMilliarden Jahren entstand unsere Sonne aus einer großenkontrahierenden Materiewolke, deren Hauptbestandteil Wasserstoff war. Mit zunehmender Temperatur erhöhten sich Druckund Dichte im Zentrum. Dies führte schließlich beietwa 15 Millionen Kelvin zum Zünden der Fusionsreaktion inder Sonne. Das Wasserstoff-Brennen startete.Die Sonne begann zu leuchten.
 
Einen großen Nachteil hat die Fusionsenergie,den die Kernspaltung nicht hat: Es gibt kein Model eines Fusionsreaktors,das wirklich funktioniert. Wer einen funktionierenden Fusionsreaktorals Erster baut, kann die Energieprobleme der Welt aus dieserschaffen, endgültig und für immer.
 
Neben den USA, wo PräsidentBush nun zugestimmt hat, sich an diesem Projekt zu beteiligen,werden China, Japan, Russland, Kanada und dieEuropäische Union an dem Projekt arbeiten.Bis Sommer dieses Jahres will man das passende Plätzchengefunden haben, wo der Fusionsreaktor errichtet werden soll.
 
(berg)

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