Umweltlandesrat Stefan Kaineder möchte jetzt Sachlichkeit in die Diskussion um die Renaturierung bringen. Gewiss sei es nicht so, dass ein Großteil der Bauernschaft dagegen ist.
Dieses Gesetz sei die zentrale Maßnahme des europäischen „Green Deal“ und bringe die nötigen Maßnahmen zu Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme, so Kaineder. Die Kritik an der Maßnahme fuße auf Halbwahrheiten und kaum nennenswerten Fakten, vermutet der Landesrat, dass bewusst polarisiert werde, um Ängste zu schüren: „Die Klima- und Biodiversitätskrise sind die großen Herausforderungen. Die Folgen spüren die Bauern mittlerweile massiv.“
Dass die Bauern in Oberösterreich gegen die gesetzliche Verankerung der Renaturierung sind, sieht Klaus Bauernfeind, selbst Landwirt und Obmann der Bio-Region Mühlviertel nicht.
Gespräche und Diskussionen auf unterschiedlichen Plattformen würde ein viel differenzierteres Bild widerspiegeln. „Wir Bio-Bauern leben Renaturierung tagtäglich. Eine Umkehr oder zumindest eine Verlangsamung von stetem Wachsen und Weichen ist längst überfällig“, sagt Bauernfeind. Forscher Franz Essl ergänzt: „Eine intakte Natur ist kein Beiwerk, auf das man verzichten könnte.“
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