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12.12.2012 09:16

"Der Hobbit" begibt sich auf eine unerwartete Reise

Zehn Jahre nach dem Abschluss seiner "Herr der Ringe"-Trilogie kehrt der Mythen-Gigantomane Peter Jackson nach Mittelerde zurück. Sein Reiseproviant: 500 Millionen Dollar! "Der Hobbit - Eine unerwartete Reise" (Kinostart: 14. Dezember), ein Kinoereignis der Superlative - mit vertrauten und neuen Gesichtern.

Mittelerde. Ein mystischer Ort. Land der Elben, Trolle und Zauberer, wo jeder Schritt ein Abenteuer ist und durch verwunschene Wälder, orkverseuchte Moore oder den nachtschwarzen Schlund finsterer Höhlen führt, dort, wo ein geifernder Drache einen sagenumwobenen Schatz bewacht und jedem Eindringling seinen feurigen Odem entgegenspeit.

Als vor zwei Jahren bekannt wurde, dass der Kinomagier Peter Jackson nun doch die Regie für das "Herr der Ringe"-Prequel übernehmen wird, ging ein Raunen um den Globus, war Fantasyfans doch blitzartig klar, dass hier Großes am Entstehen war. Schließlich kennt keiner J. R. R. Tolkiens Mittelerde-Universum besser als der größenwahnsinnige Neuseeländer.

Trilogie statt Zweiteiler
Ursprünglich als Zweiteiler angelegt, entschied sich Peter Jackson - ob der Fülle der Erzählstränge - dann doch, die Geschichte rund um den gemütlichen Dickfüßler und Hobbit Bilbo Beutlin, der 13 Zwergen hilft, ihren von dem Drachen Smaug geraubten Goldschatz zurückzuerobern, als epische Trilogie anzulegen.

Viel Stoff für eine fantastische Odyssee, in deren Verlauf es auch ein Wiedersehen mit Figuren aus der "Herr der Ringe"-Riege geben wird, wie etwa Legolas, Elbin Galadriel - gespielt von der ätherischen Cate Blanchett - oder Frodo, die für Jackson untrennbar mit dem zauberischen Mittelerde-Kosmos verbunden sind. Oder auch das bemitleidenswerte, aber gefährliche Monster Gollum, das seine düstere Transformation der Macht des "Einen Ringes" verdankt.

Geschichte "mit viel Potenzial"
Jackson: "In der Romanvorlage steckt derart viel Potential, dass drei Filme einfach Sinn machen. Wir wissen um den unwiderstehlichen Sog dieser Mär. In kleineren Maßstäben zu denken - ohnehin ein Ding der Unmöglichkeit bei diesem Stoff - hätte bedeutet, dass große Teile von Bilbo Beutlins Geschichte, den Zwergen von Erebor, dem Aufstieg des Nekromanten und die Schlacht von Dol Guldur hätten wegfallen müssen!"

Kurz, ein Visionär macht keine halben Sachen und Fans wissen, dass nicht eine Sekunde seiner atemberaubenden Leinwand-Epen überflüssig ist. Fantastische Aussichten also, die uns bis 2014 in eine Welt versetzen werden, die unsere Phantasie auf wundersame Weise möblieren wird. Ein leuchtendes Schwert, das Bilbo im Lauf dieser unerwarteten Reise zufallen wird, erweist sich als wundersames Utensil mit Schutzwirkung.

Dreh ohne Flugzeuglärm
Gedreht wurde das dreiteilige 3D-Spektakel mit einem geschätzten Budget von 500 Millionen Dollar auf dem drei Hektar großen Gelände der Stone Street Studios im östlichen Teil von Wellington, auf dem auch "Die Gefährten" entstand. Und im Gegensatz zu früher kann Jackson nun auf schalldichte Hallen zurückgreifen. Jackson: "Der Lärm startender und landender Flugzeuge versaute uns beim 'Herr der Ringe'-Dreh so manche Szene!"

Für die maskentechnische Verwandlung der Zwergenschar in kämpferische Wüteriche waren wahre Marathonsitzungen von Nöten, um Rauschebärte und buschige Augenbrauen zu fixieren. Und in der Kostümsektion arbeiteten 64 Schneiderinnen an den fantasievollen Outfits. Zudem setzt Jackson auf neuesten Kinostandard, zeigt er doch sein 3D-Epos im sogenannten High-Frame-Verfahren, das heißt mit einer Abfolge von 48 statt 24 Bildern pro Sekunde. Visuelle Ästhetik also, die das Auge betört. Und genauso hochglanzpoliert wie der Aston Martin DB5, mit der der Regisseur zur Arbeit fährt...

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