entlastet so Spitäler

Mobile Psychiatrie-Ambulanz besucht Leute zuhause

Salzburg
08.06.2024 07:30

Unterwegs mit der „mobilen Psychiatrie-Ambulanz“ der Landeskliniken: Das Team aus Pflege, Psychologen, Ärztin und Sozialarbeit kommt nach Hause und entlastet so Spitäler.

Frau S. durchlebt gerade einen Tiefpunkt. Wahnvorstellungen plagen die Bewohnerin eines Salzburger Seniorenheims. Sie kauert wie ein Häufchen Elend in ihrem Stuhl und sehnt den Besuch von Bettina Pflug-Wallner schon herbei. „Das wird wieder besser“, sagt die Pflegerin und nimmt Frau S. an der Hand. Sie kennt das Wellental an Emotionen, die die bipolare Störung hervorruft. Medikamente lindern die Beschwerden, genauso aber auch stärkende Gespräche.

Immer unterwegs zu ihren Patienten: Bettina Pflug-Wallner hilft bei Problemen des Alltags wie Arztbesuchen und Behörden- Ansuchen, oder sie hört ganz einfach zu. Pflegerinnen wie sie entlasten die Ambulanz der Psychiatrie ganz wesentlich. (Bild: Sabine Salzmann)
Immer unterwegs zu ihren Patienten: Bettina Pflug-Wallner hilft bei Problemen des Alltags wie Arztbesuchen und Behörden- Ansuchen, oder sie hört ganz einfach zu. Pflegerinnen wie sie entlasten die Ambulanz der Psychiatrie ganz wesentlich.

Vor sechs Jahren wurde die Integrierte Versorgung Salzburg (IVS) gegründet. Das Team schwirrt als Art mobile Ambulanz aus und kommt zu Menschen mit chronisch kranker Seele nach Hause oder auch in Seniorenheime, um dort die Betreuung zu unterstützen. Denn außerhalb der Klinik ist das Auffangnetz für Patienten der Psychiatrie oft nicht engmaschig genug. Es gibt lange Wartezeiten. Oft bleibt nur der erneute Weg in die Ambulanz. Das Team kennt viele Schicksale: Schizophrenie, biopolare Störungen oder Depression.

Dann startet Pflug-Wallner ihr Dienst-Elektro-Auto wieder und es geht weiter zu Herrn L.: Er wohnt alleine, arbeitet in einer Werkstätte. „Da kommt mein Engerl“, strahlt er. Ohne das IVS-Team wären auch Hürden wie gerade ein Besuch beim Zahnarzt mit Online-Antrag auf Kostenerstattung für den psychiatrischen Patienten unüberwindbar. Ein Smartphone oder gar einen Computer hat er nicht. Pflug-Wallner: „Die Digitalisierung bringt auch für unsere Patienten Probleme.“ Ihr Ziel ist es, die Menschen wieder ins Leben zu integrieren. „Wir breiten ein Netz für sie aus.“

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