Aus der Sierra Nevada ins Flachland. Nach dem Höhentrainingslager kurbelt Patrick Konrad nun endlich wieder daheim auf dem Rollentrainer. Es sind die letzten Kilometer vor der Tour de Suisse. Dort geht es für den Ebreichsdorfer ab kommender Woche um das Ticket für die Tour de France – und das ist hart umkämpft. Doch er hat einen „Plan B“, der „Ja zu A“ heißt.
„Ich hab harte Wochen in der Höhe hinter mir“, keuchte Konrad auf dem Rollentrainer beim Telefonat mit der „Krone“, „aber ich fühl mich gut.“ Das Frühjahr war kein einfaches für den 32-Jährigen: Nach einer Grippe rund um Neujahr startete er mit Trainingsrückstand, beim Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich stürzte er, dazu musste der Tour-de-France-Etappensieger von 2021 bei seinem neuen Team Lidl-Trek öfter in die Helferrolle schlüpfen. „Es ist nicht ganz so einfach, für sich eine Chance zu finden“, weiß Konrad. Bei der Katalonien-Rundfahrt zeigte er allerdings als Fünfter der „Königsetappe“ auf.
Und das wird er bei der Tour de Suisse ab 9. Juni ebenfalls machen müssen. Dort ist er zwar als Unterstützer für Titelverteidiger Mattias Skjelmose Jensen im Einsatz – aber Lidl-Trek siebt in der Schweiz und bei der Dauphine-Rundfahrt die Startformation für die Tour de France aus.
Patrick bringt gute Erinnerungen in die Schweiz mit: „Die Tour de Suisse bin ich das letzte Mal gefahren, als ich auf dem Podium stand.“ 2019 war er Gesamt-Dritter, damals noch in den Farben von Bora-hansgrohe.
Und sollte Konrad doch nicht für die Tour de France nominiert werden, hat er einen „Plan B“: Dann möchte der Radstar mit dem Entwicklungs-Team von Lidl-Trek an der Österreich-Rundfahrt teilnehmen. Dann hätte die Tour of Austria plötzlich einen neuen Favoriten.
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