Tiroler helfen vor Ort

Jubiläumstour zu den Ärmsten der Armen in Nepal

Tirol
03.06.2024 16:00
Porträt von Tiroler Krone
Von Tiroler Krone

Nach einer schweren Krankheit startete der Tiroler Künstler Frizzey Greif unlängst seine bereits zehnte „Hilfs-Reise“ nach Nepal. Unzähligen hat er bereits geholfen, viele werden wohl noch folgen.

Auf seinen abenteuerlichen Reisen hat er stets große Strapazen auf sich genommen und ist nicht nur einmal knapp dem Tod entkommen. Und auch als Frizzey Greif zuletzt in Nepal am Denguefieber erkrankt ist, hing sein Leben am seidenen Faden. Physisch und psychisch war es kaum vorstellbar, dass er mit Lebensgefährtin Christine Jarosch nach der schweren Krankheit eine weitere „Hilfs-Reise“ starten kann. Es wurden bereits bürokratische Maßnahmen getroffen, um den Hilfsverein weiter zu führen.

Speziell Kindern will Frizzey eine Perspektive geben.
Speziell Kindern will Frizzey eine Perspektive geben.(Bild: Frizzey Light)

„Frizzey Lighthouse“ für elternlose Slumkinder
Doch der Prutzer Künstler gab nicht auf. Seine Vision und Berufung, für talentierte, elternlose Slumkinder das „Frizzey Lighthouse“ zu bauen und ihnen damit eine bessere Welt zu ermöglichen, bauten ihn auf: „Scheinbar will das Universum, dass ich noch da bleibe. Durch eine Hand voller Freunde und die Lebensfreude mit Christine kam die Energie zurück, weiter zu machen.“

(Bild: Krone KREATIV/Krone Kreativ)

Kleider, Essenspakete und Moskitonetze
Das neue „Frizzey Light Team“ in Nepal unter Luxmi Gautam und Jagadish Pokharel mit mehr als 30 lernfreudigen Studenten hat wieder Feuer beim Oberländer entfacht. Mehrere Wochen zwischen März und April waren Frizzey und Christine in Nepal unterwegs, um in den schwerstbetroffenen Slums von Kathmandu, Bhaktapur, Lalitpur und Chitwan den Ärmsten der Armen Wärme zu schenken – mit dabei Kleider, Essenspakete, Moskitonetze.

Auch viele Studenten helfen mit jeder Menge Leidenschaft.
Auch viele Studenten helfen mit jeder Menge Leidenschaft.(Bild: Frizzey Light)

„Unbeschreibliche Zustände“
„Die Zustände in den Slums sind unbeschreiblich. Es gibt Menschen mit Behinderung, Blinde und elternlose Kinder. Weder Wasser noch Toiletten sind vorhanden und beim Verteilen muss man Acht geben, nicht über eine Ratte zu stolpern“, sagt der Tiroler. Zwischendurch packte Frizzey die Gitarre aus und zauberte in den Slums vielen mit einem persönlichen Konzert und seinen Botschaften für Frieden und Menschlichkeit ein Lächeln auf die Lippen.

Eine blinde Mutter samt Kind bekommt keine Hilfe vom Staat.
Eine blinde Mutter samt Kind bekommt keine Hilfe vom Staat.(Bild: Frizzey Light)

Filmvortrag öffnet Augen
Für die Studenten hat Frizzey zudem einen Filmvortrag vorbereitet, wie die Spenden seit mittlerweile zehn Jahren in seiner Heimat als Vollzeitjob organisiert werden und der „Frizzey Light Verein“ 2014 aus dem Nichts aufgebaut wurde. „Dieser Vortrag hat etlichen Jugendlichen die Augen geöffnet. Sie wollen nun noch mehr ihrem Land helfen“, ist Greif überzeugt.

Bausteine für das „Frizzey Lighthouse“ in Nepal gibt es ab 100 Euro. Mehr Infos findet man unter www.frizzey-light.org

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