Fronleichnam

Birkenbamlan am Prångweg und dann Prångnudln

Kärnten
29.05.2024 21:21

Fronleichnam: Für viele einfach ein freier Tag, für viele ein Feiertag. Aber was wird gefeiert? Und wie?

Nicht nur die Leute, sondern auch ihre Häuser sind am Fronleichnamstag besonders herausgeputzt: Türkränze wurden gebunden, Birkenbäumchen an beiden Seiten der Haustüren und am Prozessionsweg aufgestellt: Darin sollen sich die bösen Dämonen verfangen. Und die Bäurinnen backen zumindest im Metnitztal Prångnudln.

Inge Auer bäckt zu Fronleichnam jedes Jahr Prangnudl, die typisch fürs Metnitztal an dem Festtag sind. (Bild: Uta Rojsek-Wiedergut)
Inge Auer bäckt zu Fronleichnam jedes Jahr Prangnudl, die typisch fürs Metnitztal an dem Festtag sind.

Vielerorts spielen in aller Früh die Musikkapellen einen Weckruf in den Gassen der Dörfer, damit niemand zu spät zum Hochfest kommt: Zu Fronleichnam – im Mittelhochdeutschen bedeutet „vron“ Herr; „lichnam“ lebendiger Leib – wird Jesus, das Brot des Lebens, gefeiert.

Unter dem Himmel
Typisch für Fronleichnams-Hochfest in Kärnten sind feierliche Prozessionen, die ausdrücken sollen, dass Jesus mit uns zieht: Dabei haben meist Vereine wie Chöre und Musikkapellen, die Feuerwehr, die Kinder mit Fähnchen, die jungen Damen mit Pölstern samt Kelch und anderen Symbolen ihren Platz im Umzug. Vier Männer tragen den Himmel, ein aus edlen Stoffen genähtes und besticktes Dach, unter dem der Priester geht und die Monstranz hält: Ein Gefäß, das in einem Strahlenkranz die Hostie zeigt.

Gemeinsame Feier in Klagenfurt
In Klagenfurt zelebriert Diözesanbischof Josef Marketz um 9 Uhr den Fronleichnamsgottesdienst der Stadtpfarren auf dem Domplatz. Danach führt die Prozession durch die Innenstadt bis St. Egid. Domchor und Militärmusik gestalten die Liturgie.

Gefeiert wird Fronleichnam immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten, denn an einem Donnerstag, am Gründonnerstag, nahm Jesus erstmals Brot und Wein in einem Ritus und setzte damit die Eucharistie ein.

Das Fest geht auf eine Vision der Juliane von Lüttich zurück: Sie berichtete Anfang des 13. Jahrhunderts von einem dunklen Fleck auf der Mondscheibe. Diesen Fleck deutete sie als Fehlen von solch einem Fest. 

Christina Natascha Kogler

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