Die digitalen Bezahlmethoden sind in ganz Europa weiter auf dem Vormarsch. „Cash“ wird mittlerweile nicht mehr überall akzeptiert. Gleichzeitig ist die Versorgung mit Bargeld nicht überall gesichert. Besonders in kleinen Orten gibt es oft nicht einmal einen Bankomaten.
Karte oder Handy an der Kassa hinhalten und schon ist die Rechnung beglichen – schnell und ohne Kleingeld zu suchen. Digitale Bezahlmethoden nehmen in ganz Europa zu. In Holland beispielsweise kann man bei einigen Apotheken nicht mehr mit Bargeld zahlen.
Fehlende Übersicht führt in Schuldenfalle
So bequem die kontaktlose Methode ist, birgt sie dennoch die Gefahr, die Übersicht zu verlieren, wie viel ausgegeben wurde. Fakt sei, dass Online-Käufe immer öfter zur Schuldenfalle werden, erklärt Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf. Und: Beim digitalen Shoppen können Daten zum Einkaufsverhalten gesammelt werden. Was mit den Daten passiert, ist oft unklar.
Wahlmöglichkeit muss bleiben
Deswegen setzen sich Eisenkopf und die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) verstärkt für den Erhalt des Bargeldes ein. Unter anderem wird eine Bargeld-Annahmepflicht gefordert. „Wir dürfen nicht zulassen, dass Bargeld verdrängt wird“, betonen die Landesvize und Matthias Schroth, Direktor der Hauptabteilung für Bargeld bei der OeNB. Die Wahlmöglichkeit müsse erhalten bleiben.
49 Gemeinden ohne Bankomat
Besonders in ländlichen Gebieten ist die Versorgung mit „Cash“ ein zentrales Thema. Das Burgenland sei hier ganz gut aufgestellt, so Eisenkopf: „Dennoch gibt es 49 Gemeinden, insbesondere kleine Orte, die weder einen Bankomaten noch eine Bankfiliale haben. Seitens des Landes wirken wir hier entgegen und unterstützen Gemeinden bei der Sicherstellung der Bargeldversorgung.“
Allerdings sei auch der Bund gefordert, mehr Maßnahmen zu setzen, damit „Cash“ eine Zukunft hat.
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