Die Salzburger Liga als Beispiel: Jede Mannschaft pflegt ihren Strafenkatalog. Erst wird während der gesamten Fußball-Saison ordentlich eingezahlt. Dafür dann auch ein-, zweimal gemeinsam fest auf den Putz gehaut.
Unterm Strich kommen immer wieder ganz beachtliche Summen heraus. Wenn die Klubs der Salzburger Liga im Laufe der Fußball-Saison viel Bares für Rares einsammeln. Damit zuerst bei Disziplin und Ordnung – gerade in einem Mannschaftssport unerlässlich – ein bissl zusätzliche Anreize gesetzt werden, dann das Team zusammen ein-, zweimal im Jahr so richtig auf den Putz hauen kann. Ob beim Mallorca-Trip, Oktoberfest-Besuch, Skitag im Winter oder bei der Einstandsfeier.
Um die Euros ordentlich rollen zu lassen, sind dem Erfindungsreichtum bei den Klubs – siehe Sammelsurium aus diversen Strafenkatalogen oben – keine Grenzen gesetzt. Es kann auch mal mit Naturalien bezahlt werden. So berichtet Kuchls Michael Perlak von einem wöchentlichen Abschlussbewerb. „Da müssen die letzten drei für eine Kuchenjause in der Kabine sorgen.“ Gut fürs Klingeln in der Kasse: Bei Zu-Null-Siegen muss jeder vom Trainerteam um Tom Hofer einen Zehner einzahlen. „Da haben sie sich wohl ein bisschen verkalkuliert.“ Allein in der Liga hält man in dieser Saison bei stolzen 14 Torsperren.
Acht von angepeilten zehn Zu-Null-Spielen haben zuletzt schwächelnde Siezenheimer eingefahren. „Schaffen wir es noch, gibt es eine Leberkäs-Jause und zwei Kisten Bier“, weiß Kapitän Günther Leindecker – der als Goalie gefordert ist, auch dann der edle Spender wäre.
Bei Liga-Kilometerfresser Bramberg sind lange Busfahrten zu Auswärtsspielen immer Thema. Früher gab es gar ein Handyverbot, jetzt ist die Regel: „Verletzte und Gesperrte müssen mitreisen, sonst kostet es 50 Euro“, so Spielführer David Nindl.
„Diskutieren kostet auch“
Das große Geschäft verrichten ist vor Heimspielen in Grödig und Seekirchen verpönt: „Die Geruchsbelästigung soll vermieden werden“, erzählen die Kapitäne Robert Völkl (Grödig) und Felix Eliasch (Seekirchen) unisono. Letzterer gibt auch gerne seine Kapitänsbinde bei der Auswechslung einfach dem nächststehenden Mitspieler weiter. Dabei erwischte es nicht erst einmal einen „Debütanten“ – der dann auch 50 Euro einzahlt.
Für die genauen Kassiere gibt es immer Arbeit. Völkl: „Mit ihnen zu diskutieren kostet in Grödig auch.“ Die nächsten fünf Euro!
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.