Sa, 18. August 2018

Friedensnobelpreis

13.10.2012 16:24

EU in der Klemme: Wer holt Preis ab, wer bekommt Geld?

Die EU jubelt über den Erhalt des Friedensnobelpreises. Jetzt stellt sich nur die Frage, wer im Dezember die Auszeichnung entgegennimmt - und was passiert mit den umgerechnet rund 920.000 Euro Preisgeld? Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht die Prämierung jedenfalls als "Ansporn, die Europäische Union weiterzuentwickeln".

Die Sprecherin der EU-Kommission, Pia Ahrenkilde, sagte am Freitagabend, dass man bald entscheiden werde, "wie genau wir den Preis stellvertretend für die Europäische Union und alle ihre Bürger entgegennehmen".

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, am Samstag Gast beim SPÖ-Parteitag in St. Pölten, sagte gegenüber dem Ö1-"Morgenjournal", dass Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso der ideale Empfänger wäre. Ratspräsident Herman van Rompuy, der auch als heißer Anwärter gilt, wollte sich bislang nicht dazu äußern, sondern "diesen sehr glücklichen Moment genießen". Die EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström könnte sich vorstellen, dass 27 Kinder - aus jedem EU-Land eins - bei der Verleihung in Oslo den Preis entgegennehmen.

Was mit den 920.000 Euro geschieht, mit denen der Preis dotiert ist, ist ebenfalls noch unklar. Martin Schulz hat bereits angekündigt, dass er das Geld am liebsten in die soziale Gerechtigkeit in der Union investieren möchte.

Merkel: "Preis erinnert an die Gründerväter der EU"
Für die deutsche Kanzlerin Angela Merkel ist die Auszeichnung eine Triebfeder für alle, die die EU "zu einem Modell machen wollen, wie auch andere Regionen der Welt besser zusammenleben können". Der Preis erinnere an die Gründerväter der EU, "die nach dem Zweiten Weltkrieg davon beseelt waren, dass nie wieder Krieg zwischen den Völkern in Europa sein darf", sagte Merkel am Samstag.

"Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir die Europäische Union brauchen und dass der Euro weit mehr ist als eine Währung - er ist ein Bekenntnis, zusammenzuhalten", so Merkel weiter.

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