08.05.2024 15:35

Momentum Institut

Mader: „Vermögenssteuern sind überfällig“

Katharina Mader, die Chefökonomin des Momentum-Instituts, fordert im Interview aus krone.tv eine deutlich höhere Vermögensbesteuerung, als das derzeit in Österreich der Fall ist.

„Erbschaftssteuern und Vermögenssteuern insgesamt sind mehr als notwendig und extrem überfällig in Österreich. Wir hatten das auch schon. Und es wird nach Einführung auch nicht die extrem große Abwanderung von Kapital geben. Im Gegenteil. Denn auch im Umgekehrten, also jetzt, wo wir keine Erbschaftssteuern haben, müssten ja alle Superreichen bei uns sein. Aber wenn wir uns die Dichte von Reichen und Superreichen ansehen, dann ist die in der Schweiz viel höher als bei uns“, so die Chefökonomin.  

Katharina Mader, Chefökonomin des Momentum-Instituts im Gespräch (Bild: krone.tv)
Katharina Mader, Chefökonomin des Momentum-Instituts im Gespräch

Hohe Besteuerung von Arbeitseinkommen

Insgesamt werde in Österreich Arbeitseinkommen auch im internationalen Vergleich sehr hoch besteuert, Vermögen und etwa Erbschaften hingegen nicht. Das müsse sich ändern, weswegen Vermögenssteuern ein guter Weg wären, Staatseinnahmen zu erhöhen. Insgesamt gehe es darum, den Wohlstand in Österreich zu erhalten. Dazu zählen auch die zahlreichen Gesundheitseinrichtungen. Und die gelte es mit genügend Kapital auszustatten.

Einnahmen aus Vermögenssteuern könnten nach Studien des Momentum Instituts sechs bis 20 Milliarden Euro pro Jahr betragen, so Mader.

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