Lärmschutz fehlt

Wirbel um Baumrodung entlang der Bahngleise

Niederösterreich
08.05.2024 16:00

Anrainer aus Payerbach im Bezirk Neunkirchen zeigen sich über den Kahlschlag entlang der Semmeringbahn empört. Die ÖBB argumentieren indes mit dem Eisenbahngesetz.  

Wir fordern ständig Maßnahmen für den Umweltschutz und dann werden einfach Hunderte gesunde Bäume umgeschnitten“, äußern Bewohner aus Payerbach im Bezirk Neunkirchen ihr Unverständnis über einen Kahlschlag entlang der Semmeringbahn. Wie Vergleichsfotos zeigen, ist dort nun die Gleistrasse sichtbar, wo vorher große grüne Riesen standen.

Dieses „Suchbild“ unterscheidet sich durch mehr als fünf Bäume.  (Bild: Honorar)
Dieses „Suchbild“ unterscheidet sich durch mehr als fünf Bäume. 

„Damit fällt für uns auch ein natürlicher Lärmschutz weg“, klagt man. Die Anrainer fragen daher ÖBB und Umweltministerium, warum man aus Klimaschutzgründen auf die „grüne“ Bahn umsteigen solle, wenn diese doch selbst dem Klima durch derartige Eingriffe in die Natur massiv schade.

Laut ÖBB handle es sich bei der Rodung jedoch um mit dem Bezirksförster akkordierte Maßnahmen vom Bahnhof Payerbach-Reichenau bis zur Station Klamm-Schottwien. Basis dafür sei das Eisenbahngesetz, das die Gleisanlagen nicht nur vor herabfallende Ästen schützen, sondern auch das Einwachsen von Wurzeln verhindern soll.

Rodungen im Zeichen der Sicherheit
Sieben Meter um die Gleisachse müsse vegetationsfrei, weitere 40 Meter baumfrei sein. „Wir entfernen alleine aus wirtschaftlichen Gründen Gehölz nur dann, wenn es notwendig ist“, so ein ÖBB-Sprecher.

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