Die 72er-Linie sollte in (ferner) Zukunft über die Wiener Stadtgrenze hinaus nach Niederösterreich fahren. Doch Verkehrslandesrat Landbauer (FPÖ) und Schwechats Bürgermeisterin Baier (SPÖ) wollen Pendler nicht so lange warten lassen. Ihr Motto: Bus statt Bim!
Der – zumindest bisher – wahrlich unendlichen Geschichte über die Verlängerung von U- und Straßenbahn über die Wiener Stadtgrenzen hinaus setzt Niederösterreichs Verkehrslandesrat Udo Landbauer (FPÖ) vorerst ein Ende. Konkret geht es um die angekündigte Bim nach Schwechat.
Busse im 10-Minuten-Takt
Stattdessen wird der Regionalbusverkehr zwischen der Flughafen-Stadt und der U3-Station in Simmering ausgebaut. „Das ist eine unkomplizierte Lösung, von der Tausende Pendler und Schüler profitieren werden“, sind sich Landbauer und die Schwechater Bürgermeisterin Karin Baier (SPÖ) einig. Konkret sollen die bisher im Stundentakt geführten Linien 217 und 218 von Himberg über Rannersdorf und Zwölfaxing künftig alle zehn Minuten fahren.
Wir sind keine Verhinderer der Schienen-Variante, aber wir wollen rasch und unbürokratisch eine optimale Lösung für 130.000 Menschen im Einzugsgebiet von Schwechat schaffen.
Verkehrslandesrat Udo Landbauer (FPÖ) und die Schwechater Bürgermeisterin Karin Baier (SPÖ)
Straßenbahn überhaupt nötig?
Eine Umsetzung sei ab Herbst 2026 möglich, also mindestens zwei Jahre vor der frühestmöglichen Fertigstellung der Straßenbahnlinie nach Schwechat. Landbauer: „Dann wird evaluiert, ob das 150 Millionen Euro teure Bim-Projekt überhaupt nötig ist.“
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