Hass im Netz

Rassistische Attacken auf Tom Hollands „Julia“

Society International
11.04.2024 12:19

„Spider-Man“-Star Tom Holland steht ab Mai in London in dem Stück „Romeo & Julia“ in der Titelrolle auf der Bühne. Seine Julia wird von „Bad Education“-Star Francesca Amewudah-Rivers gespielt. Nach rassistischen Angriffen auf die junge Schauspielerin kommt es nun zu einer Welle der Solidarität.

Nach der Bekanntgabe der Besetzung sah sich Amewudah-Rivers heftigen Online-Anfeindungen ausgesetzt. Die Jamie Lloyd Company, die hinter der Theaterproduktion steht, veröffentlichte daraufhin ein Statement in den sozialen Medien, in dem sie die „Flut abscheulicher rassistischer Beschimpfungen im Internet gegen ein Mitglied unserer Company“ verurteilte und darum bat: „Das muss aufhören ...“

Unterstützung bekundeten jetzt aber auch 800 schwarzen und non-binären Schauspieler und Schauspielerinnen, die einen offenen Brief unterzeichnet haben, in dem sie die rassistischen Online-Beschimpfungen von Francesca Amewudah-Rivers verurteilen.

„Rassistisch und frauenfeindlich“
Der Brief, der am Mittwoch in der Zeitung „The Guardian“ veröffentlicht wurde, geht auf eine Initiative der „Enola Holmes“-Darstellerin Susan Wokoma und der „Crowning Glory“-Dramatikerin Somalia Nonyé Seaton zurück.

„Der rassistische und frauenfeindliche Missbrauch, der an so einer liebenswürdigen Seele gerichtet ist, war nicht zu ertragen“, heißt es in dem Brief.

„Dass die Besetzungsankündigung eines Theaterstücks solch verdrehten, hässlichen Missbrauch auslöst, ist wirklich peinlich für diejenigen, die in ihrem eigenen Leben so leer und unfruchtbar sind, dass sie sich in hasserfüllte Beschimpfungen einmischen müssen. Zu oft müssen sich schwarze Darsteller – insbesondere schwarze Schauspielerinnen – dem Sturm des Online-Missbrauchs stellen, nachdem sie das Verbrechen begangen haben, aus eigener Kraft einen Job zu bekommen.“

Unter den Hunderten, die den Brief unterzeichnet haben, sind unter anderem „James Bond“- und Marvel-Star Lashana Lynch, Freema Agyeman („Doctor Who“), Sheila Atim („The Woman King“), die Oscar-Nominierte Marianne Jean-Baptiste („Geheime und Lügen“) und Lolly Adefope („Ghosts“).

Amewudah-Rivers wird in der Produktion des Shakespeare-Klassikers der Jamie Lloyd Company an der Seite von „Spider-Man“-Star Holland spielen, die diesen Sommer im Londoner Duke of York‘s Theatre Premiere feiert. Das Stück ist bereits ausverkauft.

Ähnliche Anfeindungen mussten auch die Schauspielerinnen Jodie Turner-Smith, die 2021 in der Mini-Serie „Anne Boleyn“ als Titelfigur zu sehen war, sowie Halle Bailey erleben, die 2023 als „Arielle, die Meerjungfrau“ ins Kino kam.

Gerüchte, wonach Avantika Vandanapu, die in Indien geboren wurde, in einer Disney-Realverfilmung Rapunzel spielen soll, wurden bisher nicht bestätigt. 

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(Bild: kmm)



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