Was ist sicher?

Tipps und Infos zu den Bezahlarten beim Onlinekauf

Wirtschaft
17.08.2012 15:45
Jeder zweite erwachsene Österreicher tut es mittlerweile: online shoppen. Das spart viel Zeit, kann auch viel Geld sparen – aber genauso gut viel Geld kosten. Nämlich dann, wenn man einer Betrugsmasche aufsitzt. Mit der Auswahl der richtigen Bezahlmethode kann man jedoch einiges an Risikopotenzial ausschalten. Die Vor- und Nachteile der gängigen Methoden findest du hier.

Erlagschein
Diese für den Konsumenten optimale Form wird immer seltener angeboten. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die Vorteile für den Kunden sind zugleich die Nachteile für den Händler. Der Kunde kann den Erhalt der Ware abwarten, deren Qualität prüfen und erst dann die Zahlung in die Wege leiten. Dadurch trägt der Verkäufer das Risiko, wann und ob er sein Geld erhält. Daher wird diese Bezahlform gerade von kleineren Händlern nicht angeboten. Ein Nachteil: Als Kunde trägt man oft Zusatzgebühren für die Ausstellung des Zahlscheins.

Nachnahme
Diese bietet im Wesentlichen dieselben Vorteile wie die Zahlung mittels Erlagschein, jedoch mit zwei Einschränkungen: Erstens sind die Gebühren für die Nachnahme meist höher als jene für Erlagscheinzahlung, da das Inkasso-Service des Zustellers zusätzlich bezahlt werden muss. Zweitens kannst du als Kunde die Qualität der Ware meist nicht in jener Genauigkeit prüfen wie bei der Erlagscheinzahlung. Schließlich ist der Betrag oft trotz geschlossenen Pakets zu begleichen, und es besteht nicht die Möglichkeit, den vorgeschriebenen Betrag zu reduzieren, wenn man einen Qualitätsmangel befürchtet.

Kreditkarte
Diese Methode ist, die Beachtung allgemeiner Sicherheitsempfehlungen vorausgesetzt, eine sehr sichere Bezahlmethode im Internet. Der Grund ist das Zahlungsdienstegesetz, das seit 2009 den Konsumenten vor nicht autorisierten Zahlungen schützt. Werden deine Kreditkartendaten beim Bezahlvorgang gephisht und betrügerisch eingesetzt, kannst du diese Zahlung beeinspruchen, und der Kartenanbieter muss die Zahlung stornieren. Ebenso, wenn du einem betrügerischen Händler aufsitzt und das Geschäft nicht wirksam zustande kommt, weil nicht geliefert wurde. In jedem Fall solltest du jedoch deine monatlichen Abrechnungen genau kontrollieren. Klarer Vorteil dieser Methode: Sie ist die günstigste.

Bankeinzug
Auch diese Methode hat den Vorteil, meist nichts zusätzlich zu kosten. Und du kannst als Konsument Zahlungen bis zu 56 Tage lang ohne Angabe von Gründen bei Einziehungsaufträgen zurückzufordern. Aber Achtung: Der Einspruch aus dem Grundgeschäft muss zusätzlich gemacht werden, da du sonst nur die Zahlung stornierst und dadurch gemahnt werden kannst.

EPS
Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich "e-payment standard", was nichts anderes ist als eine technische Schnittstelle, welche den Bestellvorgang des Händlers für die Bezahlung mit dem E-Banking des Kunden verbindet. Bei dieser Bezahlmethode wird der Kunde aus dem Bezahlvorgang des Händlers in sein Online-Banking umgeleitet. Die gewohnte Überweisungsmaske wird mit den Transaktionsdaten des Kaufs befüllt und muss nur mehr mit einer TAN abgesegnet werden. Der Kunde kann damit seine gewohnte Transaktionsart nutzen, der Händler kann die Zahlung eindeutig zuordnen. Nachteil ist, dass die freigegebene Zahlung nicht mehr so leicht zurückgeholt werden kann und ein Einspruch direkt mit dem Händler ausgefochten werden muss.

Paypal
Paypal nimmt eine Art Treuhänderfunktion im Zuge des Kaufvorgangs ein. Du registrierst dich einmalig bei Paypal und gibst dort deine Konto- bzw. Kreditkartendaten an. Bei einer Transaktion mittels Paypal wirst du dann gefragt, ob du die Zahlung an den Händler freigeben willst, und bestätigst mit dem Passwort. Der Vorteil: Die sensiblen Daten gelangen nicht bis in die Händler-Sphäre und können daher auch nicht missbräuchlich verwendet werden. Bei Reklamationen wird es allerdings etwas mühsam, da oft nicht klar ist, wer weiterhilft oder wie der Fall beurteilt wird.

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