24.07.2012 08:30 |

In Nacht repariert

Nach Rohrbruch in Wien: Lerchenfelder Gürtel wieder frei

Aufatmen für die Autofahrer in Wien: Die Sanierungsarbeiten am Gürtel nach dem Wasserrohrbruch vom Vortag sind abgeschlossen. Seit Dienstag früh sind alle vier Spuren des äußeren Lerchfelder Gürtels wieder frei befahrbar.

Pünktlich zum Beginn der Arbeitswoche war es am frühen Montagmorgen zu massiven Behinderungen gekommen: Wegen eines Wasserrohrbruches hatte der Lerchenfelder Gürtel zwischen Koppstraße und Gablenzgasse komplett gesperrt werden müssen (Bilder). Im dichten Frühverkehr bildete sich umgehend ein gewaltiger Stau, der bis über die Ottakringer Straße hinaus reichte.

Erst vier Stunden später konnte eine Spur wieder befahren werden, zudem wurde eine Umleitung über die Koppstraße, die Hippgasse und die Gablenzgasse geschaffen. In der Nacht auf Dienstag wurde der Gürtel erneut auf der vollen Breite gesperrt, um die Schäden an der Fahrbahn zu reparieren. Seit Dienstag früh sind alle vier Spuren wieder frei befahrbar.

"Wasserrohrbruch kann man nicht vorhersehen"
Auslöser für das aus der Fahrbahn und dem Gehsteig austretende Wasser war ein mehr als 80 Jahre altes Graugussrohr, das den ständigen Erschütterungen durch den starken Verkehr nicht mehr standhalten konnte. Der betroffene Abschnitt hätte im Zuge der kürzlich gestarteten "Rohrnetzoffensive" in den kommenden Jahren saniert werden sollen. Für die Modernisierung der Wasserleitungen wurde sogar das jährliche Budget von 30 auf 50 Millionen Euro aufgestockt.

"Zu spät, diese Maßnahmen", kritisierte ÖVP-Umweltsprecherin Karin Holdhaus, "statt zügig sämtliche Gefahrenstellen zu sanieren, wartet man einfach, bis etwas passiert." Diesen Vorwurf wollte Einsatzleiter Franz Weyrer von der MA 31 so nicht stehen lassen: "Das Rohrnetz wird laufend kontrolliert, und an dieser Stelle bestand bislang kein Sanierungsbedarf. Einen Wasserrohrbruch kann man nicht vorhersehen."

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