Doch kein Durchbruch

Toter in Schottergrube: Rätsel um Erdloch gelöst

Niederösterreich
28.02.2024 18:34

Vor mittlerweile fast elf Monaten ist in einer Schottergrube in Schönkirchen-Reyersdorf (Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich) die Leiche eines Tschechen entdeckt worden. Ein Teil des Rätsels - rund um verdächtige Grabungsarbeiten nahe dem Fundort - ist zwar nun gelöst, doch auch das brachte die Kripo-Ermittler kein Stück weiter ...

Die verdächtigen Wahrnehmungen der Frau im „Fuchsenwald“ am Ortsende von Gänserndorf-Süd datieren vom 24. Februar 2023. Am Dienstag erging dazu seitens der Landespolizeidirektion ein öffentliches Ersuchen um Hinweise, da ein Zusammenhang mit der Causa nicht ausgeschlossen werden konnte.

Nun ist - nach mehreren eingegangenen Hinweisen und Erhebungen des Landeskriminalamts Niederösterreich - klar, dass keine Verbindung mit dem Leichenfund besteht. Polizeiangaben vom Mittwoch zufolge handelte es sich um Jugendliche, die die Grube ausgehoben hätten. Der „Sachverhalt wurde geklärt“, hieß es dazu knapp - weitere Details wurden nicht genannt.

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Es handelt sich um Jugendliche, die die genannte Grube ausgegraben haben.

Aus dem Polizeibericht

Doch was geschah mit Radek B.?
Der Tote war am 30. März 2023 auf einem Betriebsgelände in Schönkirchen-Reyersdorf entdeckt worden. Weil die Auffindungssituation bedenklich war, übernahm das Landeskriminalamt die Ermittlungen. Von der Staatsanwaltschaft Korneuburg wurde die Obduktion der Leiche angeordnet. In Zusammenarbeit mit tschechischen Polizeibehörden gelang es, den Mann als Radek B. zu identifizieren. Eine Angehörige hatte der Landespolizeidirektion Niederösterreich zufolge bereits am 10. Jänner vergangenen Jahres bei der Kriminalpolizei Brno (Brünn) die Abgängigkeitsanzeige erstattet.

Radek B. war am 30. März in der Schottergrube in Schönkirchen-Reyersdorf tot aufgefunden worden. ...
Radek B. war am 30. März in der Schottergrube in Schönkirchen-Reyersdorf tot aufgefunden worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Leichnam dort lediglich abgelegt worden ist.(Bild: HERZOG Lukas (LPD-N-LKA-EB01-LL))

Nationale und internationale Erhebungen ergaben, dass Radek B. vier Tage zuvor vermutlich per Zug von Tschechien über die Slowakei nach Österreich gereist war. Am Nachmittag des 6. Jänner hielt sich der 39-Jährige im Bezirk Gänserndorf, im Umkreis von Marchegg und abends im Bereich der Stadt Gänserndorf, auf.

Radek B. sei in der Vergangenheit vereinzelt in Wien gewesen, wo er im Trockenbau auf Baustellen gearbeitet haben dürfte. Vom Zeitpunkt der Einreise nach Österreich am 6. Jänner bis zur Auffindung der Leiche am 30. März liegen laut Polizei keine Hinweise zu Kontaktpersonen oder -adressen vor.

Hinweise rund um den Fall Radek B. werden unter der Telefonnummer 059133/303333 - auch vertraulich - entgegengenommen. 

Leiche nach dem Tod bewegt
Das Gutachten eines gerichtsmedizinischen Sachverständigen hat der Landespolizeidirektion zufolge ergeben, dass aufgrund der bedenklichen Auffindungssituation (spärliche Bekleidung, keine persönlichen Gegenstände) „von einer postmortalen Verbringung und Ablage der Leiche“ in Schönkichen-Reyersdorf auszugehen sei.

Zur Todesursache werden aus kriminaltaktischen Überlegungen keine Angaben gemacht.

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