Wirtschaftslandesrat Leonhard Schneemann (SPÖ) und Wirtschaftsagentur-Chef Michael Gerbavsits zogen Bilanz. Durch zielgerichtete Förderungen und Investitionen habe man im Vorjahr wichtige Impulse für die Standortentwicklung gesetzt.
Inflation, steigende Arbeitslosenzahlen und sinkende Wertschöpfung: „2023 war in wirtschaftlicher Hinsicht ein herausforderndes Jahr“, meint Schneemann. Im Gegensatz zu den anderen Bundesländern habe man trotzdem ein kleines Wirtschaftswachstum von 0,4 Prozent verzeichnet: „Wir sind der Wachstumskaiser im Österreichvergleich“, so der Landesrat. 2024 soll ein „Brückenjahr“ werden, 2025 rechnet Schneemann aber wieder damit, dass die Konjunktur kräftig anzieht.
Zielgerichtete Investitionen
Im Vorjahr wurden 31,5 Millionen Euro an Wirtschaftsförderungen bereitgestellt und, damit ein Investitionsvolumen von 130 Millionen Euro ausgelöst. Durch zielgerichtete Investitionen setzte das Land wichtige Impulse für die Standortentwicklung, betonte Schneemann. So flossen etwa 20 Millionen Euro in den Ausbau der Sonnentherme Lutzmannsburg. Gekauft wurde auch die Therme Stegersbach. Laut dem Landesrat habe es einen wesentlichen Grund, wenn man Haftungen oder Betriebe in die Holding übernehme: „Wir wollen die Betriebe, den Wirtschaftsstandort oder die gesamte Region absichern.“ Offen sei noch, was mit Zuckerfabrik Siegendort passieren würde. Laut Wirtschaftsagentur-Geschäftsführer Gerbavsits sei etwa die Haftungsübernahme bei der Sanochemia 2020 ein „Erfolgsbeispiel“ gewesen. Nach dem Ausstieg im Vorjahr sei ein Gewinn von 1,9 Millionen Euro übrig geblieben.
Heuer soll es auch wieder zielgerichtete Förderungen für Unternehmen geben: Etwa für Weiterbildung für Berufskraftfahrer, für die Beratung im Zuge einer Betriebsübernahme und für die Umstellung auf Digitalisierung. Zugleich soll es noch heuer möglich sein, digital Förderanträge zu stellen.
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