Misthaufen auf Straße

Aktivisten sorgen für Stauchaos vor Schönbrunn

Wien
27.02.2024 09:37

Stauchaos auf der Schönbrunner Schloßstraße in Wien: Zahlreiche Aktivisten der Letzten Generation haben sich dort Dienstagfrüh versammelt, um den Morgenverkehr lahmzulegen. Verdeutlicht wurde die Klimapolitik des Bundeskanzlers von den Klimaklebern mit einem Misthaufen. Wer auf dem Weg ins Büro war, musste warten. 

Nachdem die Aktivsten der Letzten Generation bereits am Montag wieder auf Wiens Straßen zurückgekehrt waren, gab das sonnige Wetter der Gruppierung auch am Dienstag den Anlass, den Morgenverkehr lahmzulegen. Im Fokus stand diesmal der Verkehr direkt vor dem Schloss Schönbrunn. 

Misthaufen soll Klimapolitik verdeutlichen
Ein riesiger Misthaufen wurde dort von den Aktivsten auf der Fahrbahn platziert. Dieser solle laut Letzter Generation das politische Erbe der Bundesregierung verdeutlichen. „Trotz herabwürdigender Behandlung im gestrigen Polizeigewahrsam ließen sich die entschlossenen Bürger und Bürgerinnen nicht abhalten. Sie forderten die Umsetzung der ersten Empfehlung des nationalen Klimarats: Ein Grundrecht auf Klimaschutz in der Verfassung“, teilt die Klimagruppe in einer Aussendung mit. 

In dem Misthaufen, der mitten auf der Straße vor sich hin stank, steckte ein Schildchen mit der Aufschrift: „Nehammers Klimapolitik“ (siehe Foto).

Krankenpflegerin geht für Tochter protestieren
Auch die 38-jährige Krankenpflegerin Lena Hoffmann war bei dem Protest am Dienstag dabei. Sie demonstrierte für ihre zehnjährige Tochter, die sie fragte, wie sie später leben können wird, wenn es immer heißer wird: „Ich konnte ihr keine Antwort geben. Ab diesem Zeitpunkt habe ich begonnen, darüber nachzudenken, warum die Regierung die Rechte meiner Kinder missachtet? Wann werden unsere Kinder für die Fehlentscheidungen der Regierung und unser Nichthandeln bezahlen? Ich mache das nicht, weil ich irgendjemand ärgern will oder nicht arbeite und zu viel Freizeit habe. Ich mache das aus Verzweiflung für das Liebste, das ich habe.” 

Auch der Datenanalyst Florian Pennetzdorfer nahm an der Versammlung teil und richtete sich direkt an Bundeskanzler Nehammer: „In Ihrem Österreich-Plan versprechen Sie ‘Klimaschutz mit Hausverstand’, doch wo bleibt der Hausverstand, wenn Sie den Alarm der Wissenschaft und für alle spürbare Temperaturrekorde ignorieren?“

Die Polizei Wien konnte die Blockade in Hietzing vor dem Schloss wenig später wieder auflösen. 

Erst am Montag stand die Letzte Generation auf Wiens Straßen und legte den Verkehr in Favoriten lahm. Zuvor hatte die Gruppierung eine längere Pause gemacht. 

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