Die Sommerspiele in Tokio. Einzigartig in der Geschichte. Von 2020 auf 2021 verschoben, mitten in der Pandemie. 43.000 Athleten, Betreuer und Medien-Vertreter lebten in einer künstlichen Blase. Keine Zuschauer bei den Wettkämpfen, eine sterile Welt, gespenstische Stimmung.
Drei Jahre später ist zum Glück alles anders. Paris geht neue Wege - Olympia in Frankreich möchte durch Innovation glänzen. Zehn Millionen Besucher werden erwartet, alleine bei der Eröffnungsfeier entlang der Seine rechnen die Olympia-Macher mit 400.000 Menschen. Über allem steht der Klimaschutz, vom nachhaltigsten Großereignis aller Zeiten wird geträumt. Der CO2-Ausstoß soll minimiert werden, kaum Neubauten, die Wege für Athleten und Fans sind kurz, die Energie kommt größtenteils aus erneuerbaren Quellen. Olympia als buntes Spektakel, unvergleichbares Erlebnis für die Sportler und gigantisches Familienfest. Ein Science-Fiction-Sicherheitskonzept à la James-Bond-Film soll vorzeitig Terrorgefahr erkennen. Drohnen und Kameras, von künstlicher Intelligenz gesteuert, überwachen das ganze Geschehen - in diesem Ausmaß ein Pilotprojekt in der EU.
Eine neue Ära bei Großereignissen wird eingeläutet, viele Weltverbände werden Details übernehmen. Vor allem, was die Nachhaltigkeit betrifft. Umso verrückter fühlt es sich an, dass die Ski-Bosse der FIS zum Saisonende noch einmal den ganzen Weltcuptross für fünf Rennen in die USA schickten ...
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