Nach A2-Steinwurf

Steirer wehrt sich mit Most und Axt gegen Polizei

Österreich
05.07.2012 11:42
Mit einer Axt und einer Mostflasche hat sich in der Nacht auf Donnerstag ein Steirer vehement gegen seine Festnahme gewehrt. Der 44-Jährige steht unter Verdacht, seit 2011 immer wieder Steine auf Fahrzeuge auf der A2 geworfen zu haben. Am Donnerstag wurde er schließlich in flagranti von der Polizei ertappt. Der Steirer konnte zwar noch flüchten, wurde aber kurz darauf überwältigt.

Seit 2011 waren vier Fahrzeuge auf der A2 im Bereich bei St. Martin am Wöllmißberg (Bild) durch Steine beschädigt worden. Dabei war zum Glück niemand verletzt worden. Der Ort wurde daraufhin immer wieder von Beamten der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität observiert - so auch am späten Donnerstagabend.

Axt zum Steinezerkleinern
Gegen 21.55 Uhr tauchte an der Stelle ein Mann auf, der anschließend mindestens fünf Steine auf Autos warf, die gerade Richtung Wien unterwegs waren. Um dem Lichtkegel der Fahrzeuge auszuweichen, duckte er sich dabei immer wieder. 

Nachdem er seine "Munition" aufgebraucht hatte, ging er unter eine nahe Autobahnbrücke, wo er weitere Steine mit einer Axt zerkleinerte. Mit diesen kehrte er wieder zurück und warf sie nun auf Autos, die auf der Richtungsfahrbahn Villach fuhren.

Polizisten gaben Warnschüsse ab
Zwei Polizisten griffen schließlich ein und forderten den Unbekannten auf, stehen zu bleiben. Doch der Mann dachte gar nicht daran, sondern drohte den beiden Beamten mit der Axt. Die Polizisten wichen zurück und gaben Warnschüsse in die Luft ab.

Der Mann, der seine Haare zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden hatte, flüchtete daraufhin in einen angrenzenden Wald und verschwand. Diensthundeführer und Beamte der Autobahnpolizei durchkämmten den Forst mit Hunden, die Suche verlief jedoch vorerst ergebnislos.

Mostflasche als Wurfgeschoss
Aufgrund des Aussehens des Verdächtigen und der markanten Haartracht meinte einer der Uniformierten in dem Mann einen 44-jährigen landwirtschaftlichen Hilfsarbeiter aus dem Bezirk Voitsberg erkannt zu haben. Die Polizisten begaben sich daraufhin gegen 1 Uhr zum Anwesen des Mannes, um Nachschau zu halten. 

Da sie dort niemanden antrafen, legten sich die Beamten auf die Lauer und hatten Glück. Denn kurze Zeit später tauchte der Verdächtige auf, der sich zuvor in einem Mostkeller versteckt hatte. Als er die Beamten bemerkte, warf er noch eine Plastikflasche mit Most auf sie, doch die Attacke brachte keinen Erfolg - der 44-jährige Betrunkene wurde verhaftet. 

Der Weststeirer gab bei den Einvernahmen seine Steinwurf-Aktionen bereitwillig zu und gestand außerdem, auch mehrere Notrufsäulen beschädigt zu haben. Über das Motiv des Verdächtigen ist bislang nichts bekannt.

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