Steigende Kosten

Aufsichtsrat des MCI: „Idealer Zeitpunkt für Bau!“

Tirol
28.02.2024 08:00

Das MCI-Neubau-Projekt hängt nach wie vor in der Warteschleife. Dabei wäre eine Realisierung in Anbetracht der aktuellen Bedingungen ideal, so die Aufsichtsratsvorsitzenden Wolkenstein und Mairhofer. 

Ruhig ist es geworden um den Neubau des MCI. Nachdem das mehr als notwendige Vorhaben im Jahr 2018 politisch verkorkst wurde – man erinnere sich noch an die unsägliche Reißleine, die sich schlussendlich als Fallstrick herausstellte –, hat der mittlerweile ressortzuständige SP-Landeshauptmann-Stellvertreter Georg Dornauer versucht, zu retten, was zu retten ist. Doch bisher mit mäßigem Erfolg. Eine Nachdenkpause wurde wegen der ständig steigenden Kosten verhängt.

Schwung für Bildung und Konjunktur
Nun haben sich aber die beiden MCI-Aufsichtsratsvorsitzenden Oswald Wolkenstein (Wirtschaftskammer Tirol) und Michael Mairhofer (Industriellenvereinigung Tirol) zu Wort gemeldet. Gegenüber der „Krone“ fordern sie erneut die rasche Inangriffnahme des MCI-Neubaus. Er würde nämlich sowohl dem Bildungsstandort als auch dem Konjunkturmotor zusätzlichen Schwung verleihen und die schwierige Auftragslage in der Bauwirtschaft lindern.

Es gebe viele größere Projekte in Tirol, die derzeit von einer Realisierung noch weit entfernt seien – „im Gegensatz zum MCI, wo die Voraussetzungen für einen raschen Baubeginn dagegen so gut wie fixiert sind. Die Stadt Innsbruck gibt positive Signale, die Pläne sind fertig und der Standort steht fest“, macht Oswald Wolkenstein den Verantwortlichen im Land Mut, die letzten Schritte zur Verwirklichung endlich zu gehen.

Dabei betont er aber auch, dass die aktuelle Situation mit den sieben zum Teil baufälligen Standorten nicht länger tragbar ist: „Wenn wir jetzt nicht umgehend reagieren, führt das dazu, dass unser MCI im internationalen Ranking der Top-Hochschulen deutlich an Boden verlieren wird.“

Auch Michael Mairhofer schlägt in dieselbe Kerbe: „Mit dem Neubau des MCI schafft man eine Win-win-Situation für die Wirtschaft und Wissenschaft. Was in anderen Bundesländern möglich ist, muss auch bei uns machbar sein – nämlich einen synergetischen und funktionellen Bildungscampus zu schaffen.“

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Es muss alles dafür getan werden, den MCI-Neubau schnellstmöglich umzusetzen - im Sinne des Gewerbes, der Industrie und im Sinne der rund 3500 Studierenden und an die 400 Lehrkräfte am MCI.

Michael Mairhofer und Oswald Wolkenstein

Finanzierung und Ausschreibung evaluieren
Einig sind sich die beiden Aufsichtsräte auch darin, dass es an der Finanzierung nicht scheitern kann und darf. „Ursprünglich wurde bei dem angewandten Ausschreibungsverfahren im Sinne des Wettbewerblichen Dialogs zugesichert, dass die Kostensicherheit durch eine verbindliche und transparente Kostenkalkulation bereits in der Planungsphase garantiert wird“, erinnert Wolkenstein und ergänzt: „Wie wir alle wissen, war das offensichtlich nicht der Fall.“

Deshalb fordern die MCI-Aufsichtsräte, die von Dornauer verhängte sechsmonatige Nachdenkpause nicht nur dazu zu nützen, den Standort zu evaluieren, sondern auch das Finanzierungs- bzw. Ausschreibungsmodell. „Namhafte Bau-Experten sind überzeugt, dass die tatsächlichen Kosten damit deutlich unter den zuletzt kolportieren Zahlen zu liegen kommen würden“, so Wolkenstein und Mairhofer, die abschließend in Richtung Land Tirol appellieren: „Es muss alles dafür getan werden, den MCI-Neubau schnellstmöglich umzusetzen – im Sinne des Gewerbes, der Industrie und im Sinne der rund 3500 Studierenden und an die 400 Lehrkräfte am MCI.“

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