20.02.2024 15:43

Caritas-Direktor:

„Ukraine-Hilfe kein Sprint, sondern Marathon“

Caritas-Wien-Direktor Klaus Schwertner berichtet im krone.tv-Interview von Hilfsmaßnahmen, die er in der Ukraine direkt vor Ort miterlebt hat. 

„Die Situation ist nach wie vor dramatisch. Ich war eine Woche vor Ort, musste zweimal einen Luftalarm miterleben und auch in den Luftschutzbunker. Ich kann mir nun leider sehr genau vorstellen, was diese dauerhaft bedrohliche Situation, das Auslösen des Alarms und die Bombeneinschläge aus den Menschen macht.“ 

Hilfe werde nach wie vor benötigt. Und die gesamte Ukraine-Hilfe werde insgesamt noch lange andauern: „Das ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Der längste Hilfseinsatz seit dem Zweiten Weltkrieg.“

Die Caritas organisiert in der Ukraine mit einigen Projekten etwa die Brennholzverteilung. Und unternimmt alles, damit in jeder Wohnung zumindest ein Raum beheizt werden kann. Aber die Lage bleibt sehr angespannt: „Die App am Handy signalisiert, es ist Luftalarm. Und es besteht akute Gefahr. Das ist ein gewaltiger Psychoterror für die Bevölkerung.“ Schwertner berichtet von einem herzzerreißenden Treffen mit einem Buben in einer Wärmestube in Bachmut. Bilder zu zeichnen war dem Buben nicht mehr möglich, da er aufgrund des Kriegsverlaufs bereits große motorische Störungen hatte.

Abseits der Caritas-Ukraine-Hilfe ging es in dem Interview auch um die Situation von Wohnungslosen und Obdachlosen in Wien. Im internationalen Vergleich steht die Bundeshauptstadt diesbezüglich zwar gut da, aber für alle einzeln betroffene Personen ist das Schicksal sehr hart. Am Caritas-Kältetelefon gibt es trotz milder Temperaturen wieder viel Frequenz, 8.500 Anrufe seien es heuer bereits gewesen.

Das ganze Interview sehen Sie oben im Video. 

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