Massenphänomen

Sturm bewegt – aber es kommt sehr wenig zurück!

Steiermark
21.02.2024 09:00
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

In seiner neuesten „Steirerkrone-„Kolumne erzählt Sturm-Legende Mario Haas über seinen Ausflug in die Fan-Kurve zuletzt beim Schlager gegen Rapid Wien, Sturms Europacup-Match am Donnerstag in Bratislava und was ihm in der vermeintlichen „Sportstadt“ Graz sauer aufstößt.

Den Bundesliga-Schlager gegen Rapid hab ich mir zuletzt mit ein paar Kollegen aus der Akademie in der Fan-Kurve gegeben. Wahnsinn, was die Leute dort für den Verein investieren. Die Idee zur Jubiläums-Choreografie ist vor einem Jahr entstanden, die Umsetzung hat dann viele Monate gedauert. Da ist jeder Einzelne zu hundert Prozent involviert, jeder muss den Ablauf, jeden Handgriff kennen. Eine starke Leistung. Und am Donnerstag sind dann 2500 in der Conference League bei Bratislava auswärts dabei.

Trotz des 4:1-Vorsprungs muss Sturm vorsichtig sein. Mit Gerson Rodrigues hatten die Grazer Verteidiger doch ihre Probleme. Und wenn Slovan ein schnelles Tor gelingt, kann sich eine heikle Partie entwickeln. Aber Sturm ist natürlich mit mehr als einem Fuß im Achtelfinale. Das 4:1 durch Camara war wichtig, hat die Tür sehr weit aufgestoßen.

Und wir reden hier immerhin von einem europäischen Achtelfinale, in das Sturm aufsteigen kann. Da sind auch in der Conference League sehr gute Mannschaften dabei, können sich die Spieler von Christian Ilzer auf höchstem Niveau weiterentwickeln. Und die Fans weiter mitreißen.

Erst, wenn es nicht mehr anders geht!
Wenn man sich anschaut, was Sturm in den letzten Wochen an „Massen“ bewegt hat, ist das schon beeindruckend. 12.000 im Cup gegen die Austria, 12.800 gegen Bratislava, jetzt 16.000 gegen Rapid - macht über 40.000 Zuschauer. Wenn ich mir anschaue, was rund um Wintersport-Highlights, die einmalig diese Massen anlocken, für ein Tamtam gemacht wird, fehlt mir rund um Sturm, das Woche für Woche Tausende Menschen bewegt, die Unterstützung in einer Stadt, die sich selbst Sportstadt nennt. In Graz hilft man - etwa in puncto Infrastruktur - nur dann, wenn es sein muss und es nicht mehr anders geht.

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