Tod nach Zahn-OP

Familie nahm Abschied – und will keinen Prozess

Österreich
24.06.2012 09:48
In aller Stille und fern jeglichen Medienrummels ist am Samstag die kleine Laura (4) im obersteirischen Leoben beigesetzt worden. Der Wiener Rechtsanwalt Alfred Boran (rechts im Bild mit Lauras Eltern) hat die Vertretung der Familie übernommen. Er hofft auf eine außergerichtliche Einigung: "Weil ein Prozess die wahre Strafe wäre..."

Nach dem tragischen Tod der vierjährigen Laura vor einer Woche blieb eine Frage im Raum: Wer hat Schuld am Tod des Mädchens?

Zehn kariöse Zähne sollten dem Kind im Grazer LKH gezogen werden. Doch die Kleine wachte aus der Narkose nicht mehr auf. Die Obduktion ergab Hirntod. Durch einen Lungenkrampf waren Komplikationen aufgetreten.

Familie spricht von Schlamperei
"Wie es dazu kam, wissen wir noch nicht." Bei einer internen Untersuchung im LKH Graz konnte kein Fehlverhalten der Ärzte festgestellt werden. Die Familie des toten Mädchens spricht von Schlamperei während der OP.

Rechtsanwalt Boran: "Selbst wenn andere Fehler nicht nachgewiesen werden können, bleibt zumindest der Aufklärungsmangel betreffend der Narkose." Wie sich im Gespräch mit Lauras Mama herausstellte, soll sie von Seiten des Spitals nicht aufgeklärt worden sein.

Die Familie hat Laura am Samstag in aller Stille beerdigt. Und sie hofft, dass auch in ihrem Leben bald wieder Ruhe einkehrt.

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