Dramatischer Busunfall

Österreicherin rettete 26 Studenten das Leben

Niederösterreich
13.02.2024 06:00

Die Österreicherin Marie Therese Gumpert (24) avancierte schon im September 2022 mit einer Rettungsaktion während eines Busunglücks in England zur Heldin. Nun wurde sie von der britischen Polizei für ihre herausragende Courage geehrt. 

„In Anerkennung außergewöhnlicher Tapferkeit, herausragender Tätigkeit oder wenn Handlungen einer Person weit über das hinausgehen, was normalerweise erwartet wird.“ Berührend waren jene Worte, die bei einer Zeremonie am Montag in England an Marie Therese Gumpert gerichtet wurden.

Grund für die Ehrung „Chief’s Constable’s Commendation“ durch die englische Polizei: Die 24-Jährige, deren Familie aus Niederösterreich kommt, hatte 26 Studenten das Leben gerettet.

„Plötzlich zog der Bus scharf nach rechts“
Sonntag, 5. September 2022: Nachdem Marie Therese Gumpert Jus studiert hatte, begann sie, für ihre Universität zu arbeiten. Ihr Job: junge US-Studenten vom Londoner Flughafen Heathrow abzuholen und zu ihren Unterkünften zu bringen. Auch an jenem Sonntag begleitete sie 26 junge Männer und Frauen.

Auf der M25, der meist befahrenen Autobahn Englands, merkte sie, wie der Bus stark nach rechts zog. „Ich hielt mich fest, schrie nach hinten: Achtung, haltet euch wo fest!“, schildert Gumpert der „Krone“ die dramatischen Szenen.

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Ein Feuerwehrmann sagte mir als Erster, dass ich eine Heldin sei. Da musste ich weinen. 

Marie Therese Gumpert zur „Krone“

„Die Scheibe am Heck explodierte regelrecht“
Der Lenker hatte hinter dem Steuer einen tödlichen Herzinfarkt erlitten, der Bus krachte in eine Betonleitwand. Die Österreicherin sprang hinters Steuer und schaffte es, den Bus nach einem zweiten Kontakt mit der Leitplanke zu stoppen. Glasscheiben waren zersplittert, ein Handy flog aus dem Bus heraus und Gepäck im Gefährt hin und her. Doch bis auf kleinere Schrammen waren alle ihrer 26 Schützlinge heil geblieben.

Späte Anerkennung für gerettete Leben
Sie habe einfach getan, was sie für richtig gehalten hat, sagt Marie Therese Gumpert heute. Erst, als Helfer sie als Heldin bezeichneten und sich der Polizeichef meldete, dass sie für den Mut einen Preis bekommen könnte, wurde der 24-Jährigen klar, was sie geleistet hatte.

In einer feierlichen Zeremonie erhielt die Österreicherin im Beisein ihrer Mutter, der österreichischen Honorarkonsulin von San Marino, nun endlich die Anerkennung für die 26-fache Lebensrettung.

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