Ein Landwirt in Edelschrott hatte am Abend beim Einstellen seiner Rinder in den Stall bemerkt, dass eines der Tiere fehlte. Als er nachschauen ging, hörte er das verzweifelte Schnauben und Muhen des Tieres aus der Jauchengrube, berichtete der Bezirksfeuerwehrverband am Dienstag. Die zu Hilfe gerufene Feuerwehr musste rasch improvisieren, da nur noch ein kleiner Teil des Kopfes aus der Gülle herausragte (weiteres Bild).
Ein Mann stieg über den Leiterweg der Grube unter Verwendung von schwerem Atemschutz ab und befestigte eine Kette am Kopf des Tieres, um die Bergung zu erleichtern. Gleichzeitig wurde ein Nachbar mit einem Traktor und einer Hebevorrichtung herbeigeholt.
"Es war Rettung in letzter Minute"
Mithilfe von Löschschläuchen - die um das Tier gezogen wurden - und der Hebevorrichtung holten die Helfer das Jungrind schließlich aus der Grube. "Es war sozusagen Rettung in letzter Minute. Längeres Einatmen der Gase in der Güllegrube hätte zum Tod geführt", so ein Feuerwehrmann. Bei der Kontrolle der Kalbin konnte der Tierarzt - übrigens auch Mitglied der örtlichen Feuerwehr - einen guten Allgemeinzustand feststellen.
Das Tier dürfte die Grubenabdeckung übrigens selbst geöffnet haben: Es war mit einem Bein zwischen einen Spalt des Deckels gelangt und hatte diesen durch seine Bewegungen weggeschoben.
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