20-Grad-Marke geknackt

Frühsommerliches Wetter in der Steiermark hält an

Steiermark
05.02.2024 17:05

Ungewöhnlich warmer Start in den Februar sorgt bei Steirern für gemischte Gefühle. Während die einen den vorgezogenen Frühling in Gastgärten genießen, leiden andere unter Kopfschmerzen und Müdigkeit. 

Fast wäre zu Wochenbeginn in der Steiermark ein Temperatur-Rekord gefallen: „Auf den Tag genau vor 20 Jahren hatte es im weststeirischen Lobming 22,3 Grad“, sagt Geosphere-Meteorologe Martin Kulmer. Der steirische „Hitzepol“ war am Montag Graz mit 21,3 Grad. Der wärmste Februar-Tag der Messgeschichte wurde übrigens 2019 in Deutschlandsberg verzeichnet: am 28.2. hatte es 24,2 Grad.

Mehr als zehn Grad über dem Durchschnitt
Frühsommerliche Ausreißer im Winter hat es also auch schon früher gegeben. Die Prognosen von Klimaforschern zeugen aber davon, dass derartige Wetterextreme häufiger werden. Zur Erinnerung: 2023 war das wärmste Jahr der Messgeschichte und schon im heurigen Jänner lagen die Temperaturen in der Steiermark um 1,2 Grad über dem langjährigen Durchschnitt. Aktuell sollte es „normal“ in Graz rund sieben Grad haben.

Wie wir das Wetter zu spüren bekommen
Während viele Steirer derzeit den vorgezogenen Frühling in der Natur oder in Gastgärten genießen, stöhnen andere unter gesundheitlichen Beschwerden - vor allem der Föhn ist bei wetterfühligen und migräneanfälligen Menschen gefürchtet. Dass das keine Einbildung ist, bestätigt auch der steirische Allgemeinmediziner Alexander Moussa: „Das Wetter bekommen wir definitiv zu spüren.“

Ältere Personen bekommen es bei wechselhaften Bedingungen häufig mit Blutdruckbeschwerden zu tun - Kreislaufschwierigkeiten sind die Folge. Schlimmstenfalls kann es zu Blutdruckentgleisungen und Herzrhythmusstörungen kommen. Junge Menschen merken wohl eher „Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit oder Konzentrationsschwierigkeiten“, sagt Moussa.

Abkühlung frühestens nächste Woche
Frühlingsgefühle dürften uns jedenfalls noch die ganze Woche erhalten bleiben. „Erst ab Montag könnte es sich auf eine kühlere Nordströmung umstellen, ein kräftiger Wintereinbruch ist aber nicht ins Sicht“, prognostiziert Meteorologe Kulmer. 

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