Der Verdacht, der Hotelier hätte im Zuge eines Tourismusprojekts Ukrainerinnen ausgebeutet, erhärtete sich nicht. Das Landesgericht Feldkirch fällte diese Entscheidung, wie am Donnerstag bekannt wurde.
Die Causa hatte für Schlagzeilen gesorgt: Hotelier und Vorarlberger Tourismus-Spartenobmann Markus Kegele soll im Zuge eines von ihm initiierten Integrations- und Tourismusprojekts die Arbeitskraft von zig Ukrainerinnen ausgebeutet haben. Eine entsprechende Sachverhaltsdarstellung erreichte die Staatsanwaltschaft im Jahr 2022.
Nun aber ließ das Landesgericht Feldkirch die Ermittlungen gegen Kegele stoppen. Das Verfahren sei auf Antrag des Beschuldigten eingestellt worden, weil eine weitere Klärung des Sachverhalts und eine Intensivierung des Tatverdachts nicht zu erwarten gewesen seien, fasste Gerichtssprecher Dietmar Nussbaumer am Donnerstag zusammen.
Es ist eine Erleichterung, dass die Wahrheit gesiegt hat. Unser Ziel war es immer, Menschen zu integrieren und eine unterstützende Umgebung zu schaffen.
Markus Kegele
Die Vorwürfe gegen den Vorarlberger Hotelier waren Anfang November 2022 bekannt geworden. Bei mehrwöchigen Housekeeping-, Koch- oder Servicekursen, die vom AMS gefördert und vom WIFI getragen wurden, sollten Flüchtlinge aus der Ukraine, zumeist Frauen, fit für einen Job als Hilfskraft im Tourismus gemacht werden. Die Kurse fanden im Hotel Kegeles statt, wo die Teilnehmenden auch wohnten. In der Sachverhaltsdarstellung wurden in der Folge schwere Vorwürfe erhoben: Die Teilnehmerinnen seien in dem Betrieb sowie in einer externen Reinigungsfirma ohne Entlohnung und Arbeitsverträge als Putzkräfte und Küchenhilfen ausgenutzt worden.
Mit Preis ausgezeichnet
Kegele und das WIFI hatten die Vorwürfe dagegen stets zurückgewiesen. Es sei ihm nicht um Profit gegangen, vielmehr habe er helfen und neue Mitarbeiter für den Tourismus gewinnen wollen, betonte Kegele. „Es ist eine Erleichterung, dass die Wahrheit gesiegt hat“, atmet der Hotelier nun auf. Bemerkenswert: Kegeles Projekt wurde sogar mit dem Österreichischen Integrationspreis 2022 ausgezeichnet.
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