Rücksichtslos abgestellte Elektro-Roller mitten auf Gehweigen oder Blindenleitlinien sorgen in Wiener Neustadt für Ärger bei Fußgängern. Die Stadt kündigt ein Maßnahmenpaket an, um das „Wildparken“ zu minimieren.
Als wichtigen Akzent im Bereich der E-Mobilität wurde 2021 der Start des E-Scooter-Verleihs in Wiener Neustadt angepriesen. Die Zahlen geben den Verantwortlichen auch recht. Alleine in den vergangenen vier Monaten wurden rund 19.000 Fahrten mit den rund 100 Rollern in der Allzeit Getreuen gezählt.
Doch wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. Denn die Elektrogefährte werden teilweise äußerst rücksichtslos abgestellt zurückgelassen. Einem sehbehinderten Neustädter ist dieses Chaos vor allem aus Sicherheitsgründen ein besonderer Dorn im Auge: „Ich habe in den letzten sieben Monaten mehr als 500 falsch abgestellte E-Scooter notiert.“
Es sind rund 100 Scooter im Einsatz. Leider gibt es ein paar Nutzer, die es nicht richtig machen. Es ist aber ein sinnvolles Projekt.
Stadtsprecher Thomas Iwanschitz
Hotspots seien demnach die Fußgängerbrücke über die Kollonitschgasse, der Bahnhofsvorplatz, der Gehsteig der Zehnergasse und der Utoya-Park. „Die auf Gehwegen geparkten Scooter erschweren das Fortbewegen von Kindern, Müttern mit Kinderwagen, älteren Menschen oder Blinden und Sehbehinderten massiv“, ist er überzeugt.
Durch GPS-Verortung viele Möglichkeiten
Der Stadt und auch dem Betreiber Bird ist das Problem bewusst. „Wir diskutieren schon länger darüber. Es ist ein Maßnahmenpaket im Zuge der Vertragsverlängerung in Arbeit“, versichert Stadtsprecher Thomas Iwanschitz. So könnte künftig die Rückgabe in Teilbereichen Wiener Neustadts nur in Radstationen erfolgen, ansonsten könne die Buchung nicht beendet werden. „Dank der GPS-Verortung gibt es da einige Möglichkeiten“, weiß Iwanschitz. Ein Strafen-Modell, wie es in Wien eingeführt wurde, sei aktuell aber noch kein Thema, so der Stadtsprecher.
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