29.05.2012 15:28 |

Unter Polizeischutz

Siebenjähriger nach Bluttat in St. Pölten beigesetzt

Jener Siebenjährige, dem sein Vater am Freitag in der Volksschule in St. Pölten-Wagram in den Kopf geschossen hatte und der seinen Verletzungen am Sonntag im Spital erlegen war, ist am Dienstagnachmittag beigesetzt worden. Das Kind wurde zunächst im Alevitischen Kulturzentrum der Stadt aufgebahrt, wo auch eine Trauerfeier stattfand. Danach wurde der Leichnam auf den Friedhof im Stadtteil St. Georgen am Steinfelde gebracht.
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Gegen 14 Uhr fand dann die Beisetzung des Buben statt. Zahlreiche Trauernde hatten sich auf dem Friedhof eingefunden. Mehrere Polizisten schützten das Areal. Für Medienvertreter war der Zutritt verboten.

Die Volksschule in St. Pölten-Wagram, wo sich die schreckliche Tat ereignet hatte, war am - nach den Pfingstferien noch schulfreien - Dienstag schwarz beflaggt. Vor dem Schultor brannten zahlreiche Gedenkkerzen. Auch Blumen und Zeichnungen von Mitschülern und Freunden wurden dort zum Gedenken an den Siebenjährigen abgelegt (weiteres Bild).

Schulpyschologin führte Gespräche mit Lehrpersonal
Zudem begann auch die Planung für die Aufarbeitung der Geschehnisse vom Freitag. Eine Mitarbeiterin des schulpsychologischen Dienstes des Landesschulrates führte Gespräche mit dem Lehrpersonal. Der Unterricht beginnt am Mittwoch wieder.

Was die Planung betreffe, gehe es u.a. um die Frage, wie viele Fachleute notwendig sein werden bzw. welche Unterstützung die Lehrer an der Volksschule mit acht Klassen selbst bräuchten, sagte Andrea Richter, Leiterin des schulpsychologischen Dienstes.

Prüfungen werden "für eine Zeit lang" abgesagt
Die Kinder sollten jedenfalls mit den ihnen bekannten Pädagogen reden oder zeichnen, außerdem müsse man ihnen "Struktur geben". Obwohl der Unterricht natürlich "zurückgefahren" werde, solle die Schule "weiterlaufen wie immer". Prüfungen würden freilich "für eine Zeit lang" abgesagt.

Ebenfalls geplant werde eine Verabschiedung des Mitschülers an der Schule selbst, sagte Richter weiter. An der Volksschule werden in den kommenden Tagen jedenfalls vermehrt Psychologen anwesend sein. Dies deshalb, "um gleich vor Ort zu sein", falls Gespräche von Eltern oder Kindern gewünscht werden.

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