Alexander Zverev hat um 1.30 Uhr nachts beim Grand-Slam-Turnier in Melbourne für die Überraschung des Tages gesorgt. Der als Nummer sechs gesetzte Deutsche schaltete Carlos Alcaraz aus und verhinderte damit ein Halbfinale der Top vier. Und das, trotz höllischen Schmerzen!
Zverev war schon beim Stand von 6:1,6:3,5:3 nur zwei Punkte vom Sieg entfernt gewesen, ehe sich Alcaraz nach Mitternacht in Melbourne noch einmal aufbäumte und das Tiebreak gewann. Den vierten Satz entschied dann aber doch Zverev für sich. Völlig ausgepumpt humpelte er gegen halb zwei Uhr aus der Rod Laver Arena. „Ich muss mich jetzt erst einmal um meinen Körper kümmern“, sagte der Olympiasieger. „Ich habe diese ganz fiesen Blutblasen unter den Zehennägeln. Heute ist es am schlimmsten.“
Er habe aber lieber ein paar Schmerzen, als dass er schmerzfrei zu Hause auf dem Sofa sitze, relativierte der 26-Jährige den körperlichen Zoll. Sein Landsmann Boris Becker war von der Vorstellung von Zverev jedenfalls hellauf begeistert. „Das war eine sagenhafte Leistung. Er hat auch die Nerven behalten“, lobte die deutsche Tennis-Legende. „In der Form kannst du das Turnier gewinnen“, sagte Becker zu Zverev.
Für Zverev, der immer noch seinem ersten Major-Titel hinterherläuft, sich aber in prächtiger Form präsentierte, ist es das zweite Halbfinale beim „happy slam“ in Australien.
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