22.05.2012 11:17 |

Vor Deutschland

Österreich bei Lebensqualität im oberen Mittelfeld

Die Lebensqualität in Österreich ist besser als in Deutschland, aber schlechter als in Australien oder Norwegen - wenn es nach dem "Better Life Index" der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht. Die Studie, welche die Lebenssituation in den 36 OECD-Mitgliedsstaaten vergleicht, wurde heuer zum zweiten Mal erstellt. Österreich landet dabei vor Deutschland auf dem 16. Platz - nach Rang 14 im Vorjahr. Am lebenswertesten ist laut dem Index erneut Australien, gefolgt von Norwegen.

In drei Gruppen wurden die Mitgliedsländer aufgrund ihrer Bewertung eingeteilt. "Die Gruppe der besten Staaten liegt eng beieinander", erklärte Paul Schreyer von der OECD-Statistik in einer Telefonkonferenz am Montagnachmittag. Er rät daher davon ab, einzelne Ranglistenplätze zu überbewerten.

Neben Australien und Norwegen gehören die USA, Schweden, Dänemark, Kanada, die Schweiz und die Niederlande zu den Topländern in Sachen Lebensqualität.

In einer zweiten Gruppe etwas dahinter reihen sich Neuseeland, Luxemburg, Finnland, Großbritannien, Island, Belgien und Irland. Am Ende dieser zweiten Gruppe liegt Österreich auf dem 16. Platz - noch vor Deutschland und Frankreich. Die Schlusslichter der dritten Gruppe sind Mexiko und die Türkei.

Elf Faktoren des Lebens
Bei der Untersuchung wurden elf bestimmende Faktoren des Lebens herangezogen und verglichen. Dabei geht es unter anderem um Komponenten wie Arbeitsplätze, Sicherheit, Wohnsituation, Einkommen, Umwelt, Bildung, Gesundheit und Lebenszufriedenheit. Die OECD will mit dem Index Bewertungskriterien abseits des Bruttoinlandsprodukts (BIP) pro Kopf schaffen, erklärte Schreyer.

Zwar gebe es einen Zusammenhang zwischen diesem Index und dem BIP pro Kopf, bei Ländern mit gleichen Einkommen gebe es beim BIP aber Unschärfen. Der "Better Life Index" greift zum Großteil auf vorhandene Daten der OECD zurück, erstmals wurden heuer auch Brasilien und Russland mit einbezogen.

Österreich schwach bei Bildung und Job-Freizeit-Balance
Österreich schneidet bei Einkommen und Beschäftigung sowie bei Umwelt und Sicherheit gut ab, schwächelt aber bei Bildung und der Balance zwischen Job und Freizeit. Dennoch sind die Österreicher deutlich zufriedener als etwa die deutschen Nachbarn.

Erstmals wurden auch Geschlechterunterschiede beachtet: Frauen in Österreich bewerten die Situation bei Einkommen und Beschäftigung deutlich schlechter als Männer.

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