Geld-Streit im Fußball

FIFA-Rückzieher gibt diesem Top-Anwalt Recht

Oberösterreich
02.01.2024 12:00

Nach dem ÖFB hat nun auch der Fußball-Weltverband in der Rechtscausa um Provosionen für Spielervermittler ragiert. Vorausgegangen war eine 48-seitige Klagsdrohung, die in Ried verfasst wurde . . . 

Fallrückzieher der FIFA fünf Minuten vor 12 – und ein Rieder Top-Anwalt darf sich damit vollauf bestätigt sehen: Am 30. Dezember 2023 fror der Fußball-Weltverband die von ihm am 16. Dezember 2022 getroffene Bestimmung betreffend der FIFA Football Agent Regulations (FFAR) ein. Die mit 1. Jänner 2024 in Kraft treten hätte sollen. Von da an hätten Spielervermittler, sofern einer ihrer Klienten als Profi mehr als 200.000 € im Jahr verdient, nur noch sechs Prozent, des Bezugs kassieren dürfen. Und als Provision nur noch maximal zehn der Transfersumme.

Spielerberater Max Hagmayr mit Valentino Lazaro. (Bild: ZVg)
Spielerberater Max Hagmayr mit Valentino Lazaro.

Weshalb Peter Vogl im letzten August von 13 rot-weiß-roten Spieleragenturen bzw. Vermittlern – darunter die OÖ-Branchengrößen Max Hagmayr, Rainer Tichy und Lino Heiduck – beauftragt wurde, die neue Bestimmung zu bekämpfen. Was der österreichweit anerkannte Top-Anwalt aus Ried gestützt auf ein Urteil eines Landesgerichts Dortmund tat.

48-seitige Klagsdrohung an den ÖFB

Das in der Neuerung eine Verletzung von EU-Recht sah und die Beschneidung der Spielervermittler wortwörtlich „Hardcore-Kartell“ nannte . . .

Diese Rechtsansicht war die Basis für eine 48-seitige Klage, die Vogl von vier Anwälten der Kanzlei Puttinger Vogl & Partner Rechtsanwälte gegen den ÖFB vorbereiten, aber vorab auch dem Österreichischen Fußballbund zukommen ließ. Reaktion:

Zitat Icon

Grundsätzlich wäre die neue Bestimmung auch für Vereine ein guter Ansatz, der aber schlecht umgesetzt wurde.

Peter Vogl

Dieser setzte das neue FIFA-Regelwerk kurz vor Weihnachten aus. Und am 30. Dezember zog die FIFA nach! Vogl: „Grundsätzlich wäre die neue Bestimmung auch für Vereine ein guter Ansatz, der aber schlecht umgesetzt wurde. Deshalb ist die Causa nur aufgeschoben, aber für alle Beteiligten noch nicht ausgestanden!“

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