Unglaubliche Rückkehr

„Kann man aus medizinischer Sicht nicht überleben“

Oberösterreich
27.11.2023 13:00

Zuletzt konnte Rekordmeister UJZ Mühlviertel vor zehn Jahren den Titel in der Judo-Bundesliga holen. Und nach dem 6:8 im Finale am Samstag in Gmunden gegen Wien geht das Warten weiter. Einen ganz großen Sieger kannte die Judo-Hochburg mit Christoph Scheiblhofer aber dennoch. 

Rückblick: Im Juli 2020 ereignete sich im Chemiepark Linz ein folgenschwerer Arbeitsunfall, platzte aufgrund eines mechanischen Versagens ein Zuführungsrohr bei einer Ammoniakanlage. EIn damals 18-Jähriger wurde dabei von einem 500 Grad heißen Luftschwall getroffen und schwer verletzt.

„Wollte überleben“
„85 Prozent der Hautoberfläche waren verbrannt. Es gibt da eine klare Regel, das Alter und die Prozent der Verbrennung dürfen 100 nicht überschreiten. Ansonsten kann man das aus medizinischer Sicht nicht überleben. Ich war bei 103! Ich wollte aber überleben und habe es geschafft“, sagt der mittlerweile 21-Jährige Christoph Scheiblhofer, der nun wieder komplett schmerzfrei trainieren und kämpfen kann.

Pullover gegen Schmerzen
In der Bundesliga drufte er das nun ausgerechnet im Finale. Denn überraschenderweise stand in der Klasse bis 81 kg nicht Superstar Matthias Casse, der kurzfristig absagen musste, auf der Matte, sondern Scheiblhofer. Und somit jener Mann, der wie er selbst sagt eigentlich nicht mehr am Leben sein dürfte! „Das war immer mein Ziel, dass ich es schaffe. Am Anfang war es aber natürlich sehr schwierig, musste aufgrund der Schmerzen immer mit zwei Pullovern trainieren!“ 

„Hat mir viel geholfen“
Dass der Polizeisportler nun ausgerechnet im Finale seine Bundesliga-Rückkehr feiern durfte, zeigt auch, wie stark der Zusammenhalt in der Mühlviertler Judo-Familie ist. „Ich hatte immer die größte Unterstützung bekommen, jeder war immer für mich da. Das hat mir viel geholfen“

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