Dramatische Wende nach zwei Tagen großangelegter Suchaktion nach vermisstem Mann in Feldbach: Der Sturz ins Wasser, den mehrere Kinder beobachtet haben wollen, war frei erfunden. Sie wollten einen „Scherz“ machen. Lachen kann darüber keiner.
Seit Mittwoch herrschte in Feldbach Ausnahmezustand: Mehrere Kinder hatten die Polizei darüber informiert, dass sie beobachtet hätten, wie ein Mann nur mit Unterhose bekleidet ausgerutscht und in die Raab gefallen sei!
Suche mit über 100 Einsatzkräften
Eine groß angelegte Suchaktion war die Folge: Polizei, Rettung, Feuerwehr, Wasserrettung - mit bis zu 100 Einsatzkräften wurde fieberhaft nach dem (vermeintlich) Vermissten gesucht. Bei Stürzen in eiskaltes Wasser zählt jede Minute. Und am Ufer wurden sowohl ein Zelt als auch Kleidungsstücke sichergestellt, womit man vom Unfall eines Obdachlosen ausgehen musste.
Zwei Tage später, als es trotz der intensiven Suche noch kein Ergebnis gab, wurden die Kinder im Alter von acht bis zehn Jahren noch einmal befragt. Dabei verstrickten sie sich laut Polizei immer mehr in Widersprüche.
Wollten sich einen Scherz erlauben
Bald wurde klar: Es war alles erlogen. Den Sturz und den Vermissten hat es nie gegeben. Als Grund gaben sie an, dass sie sich ihrem Betreuer gegenüber einen Scherz erlauben wollten.
Falsche Notrufe werden teuer
Die Kinder sind unter 14 Jahre, können also nicht belangt werden. Ob die Kosten der Riesensuchaktion die Eltern zu tragen haben, ist noch fraglich. Die Polizei weist grundsätzlich darauf hin, dass bei falschen Notmeldungen Kostenersatzpflicht herrscht!
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