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27.03.2012 15:33

Beschlagnahmte Tiere überfüllen Dechanthof in NÖ

Die Österreicher gelten als besonders tierlieb, doch immer wieder führt falsch verstandene Tierliebe zu Tierleid - und damit zu Beschlagnahmungen der Vierbeiner. Das Tierheim Dechanthof in Niederösterreich nahm alleine in den letzten vier Wochen 24 Hunde und 42 Katzen aus solchen Beschlagnahmungen bei sich auf. Sprecherin Gaby Bachmayer ist verzweifelt: "Wir sind an unserer Belastungsgrenze angekommen!"

Die Zahl der "Animal Hoarding"-Fälle in Österreich nimmt zu. Das bekommen vor allem die Tierheime zu spüren, die immer wieder unkastrierte, kranke und unterernährte Tiere aus Beschlagnahmungen in großen Zahlen aufnehmen müssen. Nicht immer gelingt es, die entstandenen Kosten von dem Tierhalter einzufordern. Gaby Bachmayer vom Tierheim Dechanthof beschreibt das Problem: "Wir, die Tierheime, müssen für die unverantwortliche Tierhaltung anderer unser sowieso sehr knapp bemessenes Budget weit überziehen!"

66 Vierbeiner in vier Wochen beschlagnahmt
Das Tierheim Dechanthof musste alleine in den vergangenen vier Wochen Hunde und Katzen aus vier Beschlagnahmungen unterbringen. Insgesamt handelt es sich um 66 (!) Vierbeiner. Ende Februar übernahm das Tierheim die Versorgung von sechs Huskys, die der überforderten Halterin abgenommen wurden (erstes Bild). Mitte März wurden 42 Katzen beschlagnahmt: Die Halter hatten es verabsäumt, ihre Katzen kastrieren zu lassen, die sich Jahr um Jahr munter vermehrten, bis nun die Abnahme durch den Amtstierarzt vorgenommen wurde (zweites und drittes Bild).

Beschlagnahmte Katzen waren krank und trächtig
Die Katzen hatten sich wegen des massiven Befalls von Ohrmilben und Flöhen bereits am ganzen Körper wund gekratzt und leiden wahrscheinlich zusätzlich an einem Pilz. "Fast alle Kätzinnen waren trächtig – vier Muttertiere mit ihren zwölf Kitten mussten von uns übernommen werden und benötigen nun einen ruhigen Platz, um ihre Babys aufzuziehen", erzählt Gaby Bachmayer. Nach einer Quarantänezeit von vier bis sechs Wochen werden die Katzen in ihre neuen Zuhause vermittelt.

Gesucht: Geld-, Futter- und Sachspenden
Ende März dann eine weitere Beschlagnahmung: Die Halter wollten in guter Absicht Hunde aus einer ungarischen Tötungsstation retten. Doch viel zu viele Vierbeiner wurden innerhalb kürzester Zeit angesammelt, die Behörden griffen ein. Das Tierheim Dechanthof ist nun dringend auf die Unterstützung österreichischer Tierfreunde angewiesen. "Wir sind dankbar für jede Spende, um die Kosten für die intensive medizinische Versorgung, die Kastrationen, die Laboruntersuchungen und die wichtigen Impfungen zu decken. Wir brauchen zusätzlich Unmengen an Desinfektionsmittel und Futter", so Bachmayer.

Wenn du das Tierheim Dechanthof unterstützen möchtest, findest du alle notwendigen Informationen auf der Webseite.

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