Gesund im Burgenland

Gegen Zwei-Klassen-Medizin, für mehr Kassenärzte

Burgenland
30.10.2023 19:00

Als ersten Info-Schwerpunkt checkt der SPÖ-Landtagsklub das Gesundheitssystem durch - das geplante Spital Gols inklusive. „Österreich kränkelt, das Burgenland ist fit für die Zukunft“, lautet die Diagnose. Verabreicht wird ein durchdachtes Rezept teils mit heftigen parteipolitischen Nebenwirkungen. 

„Gesundheit ist unser höchstes Gut!“ Diesem Leitsatz folgt die SPÖ Burgenland. Die gute Nachricht vorweg: „Weder im Ärzte- noch im Pflegebereich fehlen Mitarbeiter wie in anderen Bundesländern“, kann SPÖ-Klubobmann Roland Fürst beruhigen.

Ärztemangel, Pflegenotstand
Gleichzeitig kündigt Fürst an, dass der politische Druck erhöht werde. Die Botschaft ist an „Schwarztürkis-Grün“ in Wien gerichtet. „Das österreichische Gesundheitssystem krankt. Die Bundesregierung hat kein Rezept gegen die Zwei-Klassen-Medizin, den Ärztemangel und den Pflegenotstand“, erklärt Fürst.

Brandstätter und Fürst: „Wir haben im Burgenland in den vergangenen vier Jahren so viel in unser Gesundheitswesen investiert wie nie zuvor. Das hat Vorrang.“ (Bild: Grammer Karl)
Brandstätter und Fürst: „Wir haben im Burgenland in den vergangenen vier Jahren so viel in unser Gesundheitswesen investiert wie nie zuvor. Das hat Vorrang.“

Appell an den Bund
Die Versorgungssicherheit kann laut SPÖ-Landtagsklub aber nur mit den geeigneten Maßnahmen der Bundesregierung einhergehen. Gefordert werden eine Verdoppelung der Studienplätze für Medizin, die Einführung einer Verpflichtung für Absolventen, eine gewisse Zeit in Österreich zu arbeiten, und ein Steuerungsmodell entgegen dem Trend zu mehr Wahlärzten.

„Kassenärzte sollen wieder in den Vordergrund rücken. Von knapp 19.600 niedergelassenen Ärzten sind bereits 11.300 Wahlärzte, also 57 Prozent. Das ist eine Verdoppelung seit dem Jahr 2000", merkt Fürst an.

Spital und Helikopter
Erfreut zeigt sich SPÖ-Gesundheitssprecher Kilian Brandstätter, dass die ÖVP in der letzten Landtagssitzung geschlossen für den Standort des Krankenhauses Gols gestimmt habe. Gutachten sind in Auftrag, Prüfungen laufen. Ähnliches gilt für den im Nordburgenland geplanten Stützpunkt eines weiteren Notarzthelikopters. „Der genaue Standort ist noch offen. Gutachten wie jenes zum Thema Lärmschutz sind in Arbeit.

Kritik an den Grünen
Doppelmoral wirft Brandstätter den Grünen vor: „Umweltministerin Leonore Gewessler hat ein Haus im Natura-2000-Gebiet, blockiert aber mit den Grünen Burgenland den Bau des Spitals in Gols in demselben Gebiet.“

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