Präsident Hergovich

„Mit Demut, großer Motivation und Freude ins Amt“

Burgenland
21.09.2023 19:00
Porträt von Burgenland-Krone
Von Burgenland-Krone

Wachablöse im burgenländischen Landtag: Nach dem Rückzug von Verena Dunst (SPÖ) wurde Robert Hergovich mit großer Mehrheit zum neuen Präsidenten gewählt.

Dass am Donnerstag im Landtag eine wichtige Weichenstellung vorgenommen wurde, bewiesen auch prominente Gäste. Altlandeshauptmann Hans Niessl (SPÖ und der ehemalige Landtagspräsident Christian Illedits (SPÖ)) wohnten der Sitzung bei. Vor Ort war auch die frühere Dritte Landtagspräsidentin Ilse Benkö (FPÖ). Ihr Nachfolger Markus Wiesler (FPÖ) wurde gleich zu Beginn angelobt.

Danach hielt Dunst ihre Abschiedsrede: „Ich habe das Amt der ersten Landtagspräsidentin in viereinhalb Jahren sehr gerne und mit großer Begeisterung und großer Verantwortung getragen“, betonte die SPÖ-Mandatarin. Sie hatte seit 2019 als erste Frau das Amt ausgeübt. Sie verwies auch auf die Einführung des Live-Streams, der Gebärdendolmetscher oder die Besuche von Schülern. „Es ist uns gelungen, den Landtag um vieles transparenter zu machen“, so Dunst.

Danach übergab sie den Vorsitz an den Zweiten Präsidenten Walter Temmel (ÖVP) und nahm auf ihrem Abgeordnetensitz Platz. Wie berichtet, bleibt Dunst weiterhin im Landtag. Danach wurde in geheimer Wahl ihr Nachfolger gekürt. Vor der Auszählung der Stimmzettel gab es ein kleines Hindernis zu überwinden, denn einer dürfte unter ein Brett in der Wahlurne gerutscht sein. Als dieses weggehoben wurde, stand nach der Auszählung Hergovich als neuer Landtagspräsident fest. Von den 35 anwesenden Abgeordneten votierten 34 für den bisherigen roten Klubobmann, eine Stimme war ungültig.

Neue Rolle als „Brückenbauer“
„Ich trete das Amt mit Demut, großer Motivation und Freude an“, betonte Hergovich im Anschluss. Er sieht seine neue Rolle als „Brückenbauer, dem es wichtig ist, dass das Gemeinsame vor das Trennende gestellt wird“. Zugleich kündigte er eine Demokratieoffensive an, bei der Burgenländer in den Landtag eingeladen werden sollen, um mit Fraktionen und Landesregierung über Demokratie zu diskutieren. Der neue Präsident plädierte außerdem „für einen respektvollen Umgang miteinander“ im Landesparlament.

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