Seit dem Spatenstich im Mai 2020 läuft der Neubau des Krankenhauses Oberwart im Zeit- und Kostenplan. Im Mai 2024 geht die neue Klinik in Betrieb. Damit steigt auch das medizinische Angebot und die Qualität der Versorgung im Burgenland auf ein noch nie dagewesenes Level.
Auf den ersten Blick, könnte man meinen, dass die neue Klinik schon in den nächsten Tagen in Betrieb geht. Tatsächlich ist auf der größten Baustelle des Landes der Endspurt angebrochen, bevor man ab Mai 2024 medizinisch neue Sphären betritt. Mit dem Start der Planung im Jahr 2014 habe man im Hinblick auf die ärztliche Versorgung eine Grundsatzentscheidung getroffen, betont Landeshauptmann Hans Peter Doskozil einmal mehr.
Dank des professionellen, wie umsichtigen Bau- und Kostemanagements bleibe man unter der zum Baubeginn vorgegeben Kosten-Obergrenze von 235 Millionen Euro. Als Land in die Offensive zu gehen, sei, so Doskozil, die richtige Entscheidung gewesen, auch wenn man auf die aktuellen Probleme bei der Gastpatientenregelung blickt.
„Das sind Quantensprünge für das burgenländische Spitalswesen. Wir heben die Qualität der Versorgung auf ein noch nie dagewesenes Level“.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil
Medizinisch wird man mit dem Betrieb der neuen Klinik so breit aufgestellt sein, wie noch nie. Neben einer eigenen Onkologie-Abteilung sowie einem Herzkatheter, gibt es auch den Regierungsauftrag, eine neurochirurgische Abteilung zu etablieren. „Ziel muss es sein, ein möglichst breites Leistungsspektrum anzubieten. Das sind Quantensprünge für das burgenländische Spitalswesen. Wir heben die Qualität der Versorgung auf ein noch nie dagewesenes Level“, zeigt sich Doskozil stolz.
Patientenbetrieb startet ab 7. Mai 2024
Aktuell läuft im neuen Haus ein Testbetrieb für die technische Inbetriebnahme, im Februar wird das Haus an die Gesundheit Burgenland übergeben. Dann startet die stufenweise Übersiedlung, die als heikle Phase gilt: Von 23. April bis 9. Mai wird daher das medizinische Angebot im alten Haus zurückgefahren. Währenddessen nimmt das neue Haus am 7. Mai den Betrieb auf. Von 1. bis 9. Mai tritt eine Rettungssperre in Kraft. Notfälle werden in umliegenden Krankenhäusern behandelt. Die Notversorgung bleibt jedoch auch in der Umzugsphase immer aufrecht.
Klinik Oberwart wird der Schrittmacher für andere Häuser
Eindrucksvoll vom neuen Haus zeigt sich auch Stephan Kriwanek, Geschäftsführer der Gesundheit Burgenland: „Mit der Inbetriebnahme des neuen Standorts wird nicht nur das medizinische Angebot in eine neue Größenordnung gehoben, sondern es wird auch möglich, die kleineren Spitalsstandorte im Burgenland von Oberwart aus medizinisch zu bespielen. Die Klinik Oberwart wird der Schrittmacher im Spitalswesen im Burgenland sein.“
Bettenzahl: 319 (+/- 3%)
Aufteilung der Zimmer: 42 Einbettzimmer, 53 Zweibettzimmer, 1 Dreibettzimmer, 42 Vierbettzimmer
Anzahl der Ebenen: 8 (2. UG bis Heliport 5. OG)
Anzahl der OP-Säle: 7
Grundstücksfläche: 44.800 Quadratmeter
Überbaute Fläche: 16.300 Quadratmeter
Umbauter Raum: 230.000 Kubikmeter
Fassadenfläche: 28.000 Quadratmeter
Brutto-Geschoßflächen: 50.800 Quadratmeter (ca. 7 Fußballfelder)
Länge des Hauptgangs („Magistrale“): 200 Meter
Fläche der „Magistrale“: 2100 Quadratmeter
Länge des Vordachs über dem Eingang: 61 Meter
Höhe des Hubschrauberlandeplatzes über der Straße: 20 Meter
Tiefster Fundamentpfahl: 18 Meter
Winkel der „verschwenkten“ Bauteile: 30 und 60 Grad
Verbauter Beton: 37.000 Kubikmeter
Verbauter Stahl: 5000 Tonnen
Verlegte Kabel: 2.200 Kilometer
Gasentnahmestellen: 1000
Leuchten: 10.000
Anzahl der Lifte: 8
Anzahl der Türen: 1830
Anzahl der Steckdosen und Lichtschalter: 18.300
Anzahl der WCs: 300
Anzahl der Pflanzenarten im Außenbereich: 73
Fernwärme-Leistung: 3,4 MW (ca. 425 Einfamilienhäuser)
Energie-Kennzahl: A++








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